Newmont Aktie: Ghana-Risiko wächst
Newmont kämpft in Ghana gleich an zwei Fronten: Während Landwirte in der Region Ahafo North mit Protesten drohen, bereitet die Regierung eine drastische Steuerreform vor, die die Margen des Goldproduzenten empfindlich treffen könnte. Der Konzern steht damit vor der Frage, wie lange sich das Geschäft in Westafrika noch lohnt.
Streit um Entschädigungen eskaliert
In vier Gemeinden rund um das Ahafo-North-Projekt – Terchire, Afrisipakrom, Susuanso und Adrobaa – wächst der Unmut. Die ansässigen Farmer werfen Newmont vor, sie bei Landentschädigungen schlechter zu behandeln als Bauern im benachbarten Yamfo. Beide Gruppen fallen unter dieselbe Konzession, doch die Bewertungen nach dem Crop-Rate-Abkommen von 2024 fallen unterschiedlich aus.
Die betroffenen Landwirte haben bereits Petitionen an Regierungsstellen und internationale Menschenrechtsorganisationen geschickt. Sollte Newmont die Nachzahlungen nicht angleichen, kündigten sie friedliche Demonstrationen innerhalb der nächsten zwei Wochen an. Das Ahafo-North-Projekt ist für Newmont strategisch wichtig: Seit dem ersten Goldguss im September 2025 soll die Mine jährlich zwischen 275.000 und 325.000 Unzen liefern. Eine offizielle Stellungnahme des Konzerns steht noch aus.
Royalty-Erhöhung auf 12 Prozent
Parallel dazu plant Ghana einen Systemwechsel bei der Besteuerung. Die Regierung will sogenannte Stabilitätsabkommen, die internationalen Minenbetreibern langfristige Planungssicherheit gewähren, abschaffen. An deren Stelle tritt ein gestaffeltes Lizenzgebühren-Modell: Ab einem Goldpreis von 4.500 US-Dollar je Unze steigt die Royalty auf 12 Prozent.
Bei aktuell rund 4.600 Dollar greift damit sofort der höchste Satz. Für Newmonts Produktion in Ghana bedeutet das spürbar höhere Abgaben – und das in einer Region, die ohnehin unter steigendem politischen Druck steht. Die Reform soll noch in den ersten Monaten 2026 durch das Parlament.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Risiken in Westafrika hält die Wall Street am positiven Ausblick fest. Raymond James hob das Kursziel am 17. Januar auf 130 US-Dollar an. Citigroup stufte die Aktie kürzlich sogar auf "Strong Buy" hoch – gestützt auf die Annahme, dass Newmont auch bei höheren Kosten vom Rekordhoch des Goldpreises profitiert.
Institutionelle Investoren zeigen sich gespalten: Während Donoghue Forlines LLC im dritten Quartal reduzierte, baute Robeco seine Position auf über 4,3 Millionen Aktien aus.
Die entscheidenden Wochen für das Ghana-Geschäft haben begonnen. Ob die angekündigten Proteste tatsächlich stattfinden oder eine Einigung mit den Landwirten gelingt, wird sich kurzfristig zeigen. Die Royalty-Reform dürfte dagegen bereits beschlossene Sache sein.
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