Nel ASA geht angeschlagen in die nächste Zahlenvorlage. Der Kurs liegt mit rund 2,25 NOK deutlich unter dem Jahreshoch und der Abwärtstrend setzt sich fort. Gleichzeitig rückt der Q4-Bericht Ende Februar in den Mittelpunkt, weil er klären soll, ob der Konzern seine Verluste zumindest etwas einfangen kann.


Anhaltende Verluste belasten

Die Aktie befindet sich seit Monaten in einem klaren Abwärtstrend. Auf Sicht der letzten zwölf Monate hat Nel einen Nettoverlust von rund 459 Mio. NOK erwirtschaftet, das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,26 NOK. Die Gewinnmarge liegt bei -43,75 % und signalisiert weiterhin hohen Mittelabfluss.

Zentrale Kennzahlen zeichnen ein schwieriges Bild:

  • Return on Equity: -9,42 %
  • Return on Assets: -5,70 %
  • Umsatz (TTM): 1,05 Mrd. NOK
  • Nettoverlust (TTM): -458,58 Mio. NOK
  • Liquide Mittel: 1,76 Mrd. NOK
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis: 0,88

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis unter 1 zeigt, dass die Aktie unter dem bilanziellen Eigenkapital bewertet wird. Der Markt preist damit klar das Risiko ein, dass Nel kurzfristig keine profitablen Strukturen erreicht.


Q4-Zahlen als wichtiger Test

Am 26. Februar legt Nel die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Im dritten Quartal 2025 war der Umsatz bereits um 17 % auf 303 Mio. NOK zurückgegangen, das Ergebnis je Aktie lag bei -0,05 NOK.

Für Q4 2025 erwarten Analysten im Konsens:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?

  • EPS: -0,07 NOK
  • Umsatz: ca. 265,74 Mio. NOK

Das würde einem Umsatzrückgang von rund 41 % gegenüber dem Vorjahresquartal entsprechen – ein deutliches Signal, dass das operative Umfeld weiter unter Druck steht.

Analysten uneins

Die Einschätzungen der Analysten gehen spürbar auseinander:

  • Durchschnittliches Kursziel: 2,21 NOK
  • Spanne der Kursziele: 1,20 – 4,20 NOK
  • Kepler Cheuvreux: „Reduce“, Kursziel 1,90 NOK
  • Citi: „Neutral“, Kursziel 2,70 NOK

Die breite Spanne zwischen den Kurszielen zeigt, wie unterschiedlich die weitere Entwicklung eingeschätzt wird – von anhaltender Schwäche bis hin zu einer möglichen Erholung.


Neue Elektrolyse-Plattform im Fokus

Strategisch setzt Nel auf seine nächste Generation von Druckalkali-Elektrolyseuren. Im Dezember 2025 fiel die endgültige Investitionsentscheidung, diese Technologie im Werk Herøya in Norwegen zu industrialisieren.

Das Projekt erhält Unterstützung von bis zu 135 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsfonds. Geplant ist ein kommerzieller Start in der ersten Jahreshälfte 2026, der Kapazitätsausbau soll 2027 folgen. Die erste 1-GW-Produktionslinie erfordert Investitionen von rund 300 Mio. NOK vor Fördermitteln.

Ziel der Plattform ist es, die Stromgestehungskosten von Wasserstoff (LCOH) deutlich zu senken und damit Projekte wirtschaftlich zu machen, die bisher stark von Subventionen abhängig waren.


Marktumfeld bleibt schwierig

Das Handelsvolumen lag zuletzt bei rund 3,16 Mio. Aktien und damit unter dem Durchschnitt von 3,87 Mio. Papieren. Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 4,14 Mrd. NOK. Gleichzeitig entwickelt sich der Markt für grünen Wasserstoff langsamer als erhofft, was den Druck auf das Geschäftsmodell erhöht.

Kurzfristig hängt viel davon ab, ob Nel im kommenden Quartalsbericht erste Fortschritte bei Umsatzdynamik und Ergebnistrend zeigen und die Investitionsstory rund um die neue Elektrolyse-Technologie mit belastbaren Zahlen unterlegen kann.

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...