Die kurze Erholung vom Mittwoch ist bereits wieder Geschichte. Nachdem Hoffnungen auf einen US-iranischen Waffenstillstand die Märkte kurzzeitig beflügelt hatten, kehrt am Donnerstag die Realität zurück — und mit ihr steigende Ölpreise, ein nervöser Anleihenmarkt und ein Nasdaq 100, der sich an einem technisch kritischen Niveau festkrallt.

Geopolitik dominiert das Geschehen

Der Auslöser für die erneute Belastung ist klar: Trumps fünftägige Pause bei Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur läuft am Samstag aus. Washington signalisiert, dass ein militärischer Eskalationsschritt wahrscheinlicher wird, sollte es keine diplomatischen Fortschritte geben — zumal die Straße von Hormus weiterhin faktisch gesperrt bleibt. Rund 15 bis 16 Millionen Barrel Öl täglich fehlen damit dem Weltmarkt.

WTI-Rohöl springt intraday um rund fünf Prozent auf knapp 95 Dollar. Seit Kriegsbeginn Anfang März hat sich der Brent-Future um etwa 40 Prozent verteuert. Die Konsequenz für die Geldpolitik ist unangenehm: Die Inflation bleibt hartnäckig hoch, die Fed sitzt in der Klemme. Sie hielt den Leitzins zuletzt bei 3,5 bis 3,75 Prozent — mit nur einer einzigen Zinssenkung für 2026 in Aussicht. Die zehnjährige US-Staatsanleihe rentiert bei 4,39 Prozent, deutlich über dem Niveau vor Kriegsbeginn.

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Tech trägt die Last

Besonders hart trifft es den Technologiesektor. Die sogenannten Magnificent Seven haben seit Jahresbeginn kollektiv 5,9 Prozent verloren — Microsoft mit minus 17,4 Prozent und Tesla mit minus 11,3 Prozent an der Spitze der Verlierer. Damit kehrt sich ein langjähriges Muster um: Statt den S&P 500 nach oben zu ziehen, bremsen die Schwergewichte ihn nun.

Zusätzlichen Druck erzeugte Googles Vorstellung eines neuen KI-Modells. Speicherchip-Werte wie Sandisk (minus vier Prozent), Micron und Seagate gaben nach, weil Anleger eine geringere Nachfrage nach klassischen Speicherlösungen befürchten. Im Softwarebereich ist die Lage noch angespannter: Der iShares Expanded Tech-Software ETF (IGV) hat 2026 bereits 23 Prozent verloren. Salesforce fiel intraday mehr als fünf Prozent, ServiceNow mehr als vier Prozent — die Sorge, dass KI-Agenten traditionelle Softwaremodelle verdrängen könnten, treibt die Verkäufe.

Technisches Bild unter Druck

Der Nasdaq 100 handelt nahe dem 0,786-Fibonacci-Retracement bei rund 24.378 Punkten — eine Zone, die Analysten als letzte realistische Unterstützungslinie der Käufer bezeichnen. Alle drei gleitenden Durchschnitte (20, 50 und 200 Tage) liegen als Widerstand über dem aktuellen Kursniveau; eine Erholung darüber ist seit dem Januareinbruch nicht mehr gelungen. Der VIX klettert auf 27,56 — seit Kriegsbeginn hat er sich von 13 auf über 25 nahezu verdoppelt.

Das unmittelbare Schlüsselniveau liegt bei 24.081 Punkten, dem heutigen Intraday-Tief. Hält diese Marke bis Freitagsschluss nicht, rückt das nächste Fibonacci-Ziel bei 23.885 Punkten in den Fokus. Ob es dazu kommt, entscheidet sich maßgeblich am Wochenende: Ein bestätigter Waffenstillstand würde nach Einschätzung von Marktbeobachtern eine scharfe Erholungsrally auslösen — ein Scheitern der Gespräche könnte den S&P 500 hingegen in Richtung 6.200 Punkte drücken.

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