Die Tinte unter dem Rekord-Deal mit SABIC ist kaum trocken, da meldet die Münchener Beteiligungsgesellschaft bereits den nächsten Vollzug. Am Dienstagmorgen gab Mutares den erfolgreichen Verkauf der LiBCycle-Beteiligung bekannt. Das Management beweist damit eindrucksvoll, dass die M&A-Maschine derzeit auf Hochtouren läuft – sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite.

  • Erfolgreicher Exit: Verkauf der Mehrheitsanteile an LiBCycle an die Reverse Logistics Group.
  • Strategischer Kontext: Transaktion folgt auf die massive SABIC-Übernahme mit 2,5 Mrd. USD Umsatzvolumen.
  • Kursentwicklung: Aktie notiert aktuell bei 34,05 Euro, ein Plus von rund 17 % auf 30-Tages-Sicht.

Der Verkauf der 51-prozentigen Beteiligung an LiBCycle an die Reverse Logistics Group (RLG) ist zwar volumenmäßig kein Riese, aber strategisch bedeutsam. Der Spezialist für die Logistik defekter Lithium-Ionen-Batterien erzielte zuletzt einen Umsatz von 4,1 Millionen Euro. CIO Johannes Laumann bezeichnete den Exit als Beweis für die Fähigkeit von Mutares, in Zukunftsmärkten skalierbare Plattformgeschäfte aufzubauen. Für Anleger bestätigt dieser Schritt, dass die Holding auch in Nischenmärkten Werte heben und erfolgreich realisieren kann.

Milliarden-Deal verändert die Dimensionen

Während der LiBCycle-Exit die operative Exzellenz unterstreicht, wird die Fantasie der Marktteilnehmer vor allem durch die wenige Tage zuvor angekündigte Großakquisition befeuert. Der Erwerb des "Engineering Thermoplastics"-Geschäfts von SABIC markiert einen Wendepunkt in der Unternehmenshistorie.

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Mit einem Umsatzvolumen von rund 2,5 Milliarden USD und 2.900 Mitarbeitern etabliert dieser Zukauf das neue Segment "Chemicals & Materials". Mutares bleibt hier seinem Ansatz treu: Der Kaufpreis soll deutlich unter dem Enterprise Value von 450 Millionen USD liegen, was typisch für Übernahmen in Umbruchsituationen ist. Diese massive Expansion der Umsatzbasis dürfte der Haupttreiber für die jüngste Kursrallye sein.

Aktie im Aufwind

Die hohe Schlagzahl an Transaktionen – im Januar wurden bereits vier Deals gemeldet, darunter auch der Verkauf von Kalzip und Zukäufe im E-Commerce – kommt am Markt gut an. Der Kurs kletterte auf 30-Tages-Sicht um satte 17,41 % und notiert aktuell bei 34,05 Euro.

Trotz dieses Anstiegs deutet der RSI (14) von 37,3 darauf hin, dass die Aktie technisch noch nicht überhitzt ist. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro beträgt noch rund 26 %, was Analysten als Aufholpotenzial werten. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit 42,50 Euro deutlich über dem aktuellen Niveau.

Fazit

Mutares liefert derzeit am laufenden Band. Mit dem erwarteten Closing des SABIC-Deals in der zweiten Jahreshälfte 2026 und einem angepeilten Nettoergebnis der Holding von bis zu 160 Millionen Euro für das abgelaufene Jahr 2025 sind die fundamentalen Weichen gestellt. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, wie effizient das Management die Integration des neuen Milliarden-Umsatzträgers SABIC gestaltet.

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