Die Münchner Beteiligungsgesellschaft liefert operative Erfolgsmeldungen am Fließband, doch der Aktienkurs verweigert die Gefolgschaft. Obwohl der vollständige Exit bei Steyr Motors Rekorderlöse in die Kassen spült, verharrt das Papier in einer zähen Seitwärtsbewegung. Übersehen Anleger hier gerade eine massive Unterbewertung oder wartet der Markt auf den nächsten strategischen Schachzug?

170 Millionen Euro: Fakten statt Fantasie

Während viele Unternehmen an der Börse von Zukunftshoffnungen leben, schafft Mutares harte Fakten. Der entscheidende Treiber der fundamentalen Bewertung ist der nun vollständig abgeschlossene Ausstieg bei Steyr Motors. Am 20. November verkündete das Management den Verkauf der verbliebenen 23-Prozent-Beteiligung – ein Schritt, der den "Track Record" der Münchner eindrucksvoll untermauert.

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Es handelt sich hierbei nicht um vage Absichtserklärungen, sondern um realisierte Gewinne. Über den gesamten Haltezyklus generierte Mutares mit diesem Investment Bruttoerlöse von mehr als 170 Millionen Euro. Damit beweist das Management erneut seine Fähigkeit, sanierte Töchter gewinnbringend zu platzieren. Doch warum reagiert die Börse so verhalten? Der Markt scheint diesen massiven Liquiditätszufluss bereits eingepreist zu haben und fordert nun Antworten auf die Frage: Wohin fließt das Geld?

Warten auf den Zünder

Die aktuelle Diskrepanz zwischen der operativen Stärke und dem Aktienkurs ist eklatant. Trotz der Erfolgsmeldungen notiert das Papier weit entfernt von früheren Glanzzeiten. Fundamental erscheint die Bewertung fast schon paradox günstig, wenn man die bestätigte Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025 betrachtet:

  • Gewinnprognose: Das Management erwartet für die Holding einen Jahresüberschuss zwischen 130 und 160 Millionen Euro.
  • Bewertungslücke: Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 600 Millionen Euro wird das Unternehmen nur mit einem extrem niedrigen Vielfachen des erwarteten Jahresgewinns gehandelt.
  • Marktreaktion: Der erhoffte "Kurssprung" nach der Vollzugsmeldung blieb aus; Anleger warten offenbar auf konkrete Signale zur Mittelverwendung, seien es neue Akquisitionen oder Dividendenausschüttungen.

Bodenbildung oder Falle?

Der Titel befindet sich in einer klassischen "Show-Me"-Phase. Der Kursrutsch der letzten Monate hat Spuren hinterlassen, und das Papier kämpft um eine Stabilisierung. Mit einem Schlusskurs von 28,10 Euro am Freitag liegt die Aktie knapp 39 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro.

Zwar konnte auf Wochensicht ein Plus von über 10 Prozent verbucht werden, doch der nachhaltige Ausbruch fehlt bisher. Auch der RSI von 37,3 deutet darauf hin, dass die Aktie weder überkauft noch extrem überverkauft ist – ein Niemandsland, das nur durch neue Impulse verlassen werden kann. Die gefüllte "Kriegskasse" aus dem Steyr-Exit bietet dem Management alle Möglichkeiten für das vierte Quartal. Gelingt es, diese Mittel effizient für neue Zukäufe zu nutzen, könnte die aktuelle Bewertungslücke schnell geschlossen werden. Bis dahin bleibt Geduld die wichtigste Währung für Aktionäre.

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