Münchener Rück Aktie: Strategieanpassungen denkbar?
Die Münchener Rück startet mit Gegenwind ins neue Jahr. Bei den Januar-Erneuerungen sind die Rückversicherungspreise zweistellig gefallen – und das bekommt auch der DAX-Konzern zu spüren. Die Aktie verlor am Montag über ein Prozent, während Analysten ihre neutralen Einschätzungen bekräftigen.
Zweistellige Rückgänge bei den Januar-Erneuerungen
Die Branche kämpft mit einem grundlegenden Problem: Überkapazität trifft auf moderat steigende Nachfrage. Laut Guy Carpenter fiel der globale Property-Katastrophen-Rate-on-Line-Index um 12 Prozent. Die regionalen Unterschiede zeigen das Ausmaß:
- USA: Preisrückgang von 12 Prozent
- Europa: Minus 15 Prozent bei Property-Cat-Verträgen
- Asien-Pazifik: Zweistellige Rückgänge bei schadenfreien Programmen
Mehr als 25 Prozent Überkapazität am Markt verschieben die Verhandlungsmacht deutlich zugunsten der Käufer. Für Rückversicherer wie Munich Re wird es schwieriger, ihre Margen zu verteidigen.
Analysten bleiben abwartend
RBC Capital Markets, Berenberg, Goldman Sachs und UBS bestätigten am Montag ihre neutralen Bewertungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 584 EUR – rund 8 Prozent über dem aktuellen Niveau von 540 EUR. Doch die Zurückhaltung überwiegt: Nach dem Rekordlauf 2023/24 normalisiert sich das Geschäftsumfeld spürbar.
Ambition 2030 auf dem Prüfstand
Die Münchener Rück hält trotz schwierigerer Rahmenbedingungen an ihren Zielen fest. Für 2026 peilt der Konzern einen Nettogewinn von 6,3 Milliarden Euro an, bei einer Combined Ratio von 80 Prozent im Schaden-Rückversicherungsgeschäft. Bis 2030 soll die Eigenkapitalrendite über 18 Prozent steigen, der Gewinn je Aktie um mehr als 8 Prozent jährlich wachsen.
Die entscheidende Frage wird sein, ob diese Profitabilität auch bei weiter sinkenden Preisen verteidigt werden kann. Am 26. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025 – dann zeigt sich, wie der Konzern mit dem veränderten Marktumfeld umgeht.
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