Nach einem brutalen Absturz von 50 Prozent zum Jahresende 2025 meldet sich der Seltenerd-Produzent eindrucksvoll zurück. Mit einem Kurssprung von fast neun Prozent zum Handelsstart 2026 fragen sich Anleger: Ist das die langersehnte Bodenbildung oder nur eine kurzfristige Gegenbewegung im Minensektor?

Der Kurs kletterte am Freitag auf 54,97 US-Dollar, begleitet von einem Handelsvolumen, das deutlich über dem Durchschnitt lag. Auslöser für das Plus von 8,81 Prozent war primär eine breite Kapitalumschichtung in kritische Mineralien. Der Sektor-ETF SPDR S&P Metals & Mining (XME) legte zeitgleich um 7,4 Prozent zu. Investoren positionieren sich offenbar neu für den anhaltenden Elektrifizierungstrend und steigende Verteidigungsausgaben. Für MP Materials ist dieser Anstieg ein wichtiges Signal, nachdem die Aktie von ihrem Hoch im Oktober bei über 100 US-Dollar drastisch korrigiert hatte.

Insider und Analysten bleiben optimistisch

Unterstützung erhält die Aktie durch Meldungen aus der Führungsetage. Eine Pflichtmitteilung vom 3. Januar offenbart, dass Direktorin Maryanne Lavan Vergütungsansprüche in Unternehmensanteile gewandelt hat. Zwar handelt es sich hierbei nicht um einen direkten Aktienkauf über die Börse, doch Marktteilnehmer werten solche Schritte als Zeichen, dass die Interessen des Managements mit denen der Aktionäre gleichgeschaltet sind.

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Auch die Wall Street hält an ihrer positiven Einschätzung fest. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei rund 79 US-Dollar, was vom aktuellen Niveau aus erhebliches Potenzial impliziert. Bereits Ende 2025 hatten Schwergewichte wie Morgan Stanley und JPMorgan ihre Einstufungen auf "Overweight" angehoben und verwiesen auf die strategische Bedeutung des Unternehmens.

Staatliche Preisgarantie sichert Einnahmen

Fundamental stützt das im Juli 2025 finalisierte Abkommen mit dem US-Verteidigungsministerium den Investment-Case. Die Vereinbarung garantiert einen Preisboden von 110 US-Dollar pro Kilogramm für bestimmte Seltenerd-Produkte (NdPr) und schützt das Unternehmen effektiv vor extremer Marktvolatilität. Zusätzlich sorgen die Partnerschaft mit Apple und das Joint Venture mit dem saudischen Bergbaukonzern Maaden für eine solide Auftragslage.

Das Management stellt für das vierte Quartal 2025 eine Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht. Operativ zeigten sich bereits im dritten Quartal Fortschritte: Die Produktion von NdPr-Oxid stieg im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 721 Tonnen an, trotz eines Umsatzrückgangs durch den Stopp von Konzentratverkäufen nach China.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Analysten einen Umsatzsprung von rund 124 Prozent auf gut 616 Millionen US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 0,74 US-Dollar. Der nächste wichtige Termin für Anleger ist die Veröffentlichung der Quartalszahlen Ende Februar. Technisch muss die Aktie nun die Widerstände bei den gleitenden Durchschnitten von 58 und 60 US-Dollar überwinden, um den begonnenen Ausbruch zu bestätigen.

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