Microsoft geht mit hohen Erwartungen, aber auch kritischen Fragen in das Jahr 2026. Trotz beeindruckender Wachstumsraten im Cloud-Bereich wächst an den Märkten die Unruhe über die explodierenden Kosten der KI-Offensive. Die zentrale Herausforderung für den Tech-Giganten besteht nun darin, die Lücke zwischen massiven Infrastruktur-Investitionen und den tatsächlichen Renditen zu schließen.

Azure glänzt, doch die Marge sinkt

Operativ läuft es für den Konzern aus Redmond eigentlich rund. Die Cloud-Sparte Azure wuchs im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um satte 40 Prozent und übertraf damit erneut die Analystenschätzungen deutlich. Auch im vorangegangenen Quartal lag das Wachstum mit 39 Prozent bereits über den Erwartungen des Marktes.

Doch dieser Erfolg hat seinen Preis. Die Bruttomarge der Microsoft Cloud fiel auf 68 Prozent, was primär auf die Skalierung der KI-Infrastruktur zurückzuführen ist. Investoren bewerten das Unternehmen derzeit nicht mehr nach dem Motto "Wachstum um jeden Preis", sondern fordern zunehmend greifbare Erträge für die eingesetzten Mittel.

Rekordausgaben belasten den Ausblick

Der Hauptgrund für die Skepsis liegt in der aggressiven Investitionsstrategie. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichten die Investitionsausgaben (Capex) fast 35 Milliarden US-Dollar. Finanzchefin Amy Hood signalisierte zudem, dass das Ausgabenwachstum im gesamten Geschäftsjahr 2026 das Niveau des Vorjahres noch übertreffen wird.

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Diese Ankündigung stellt eine Umkehr früherer Prognosen dar, die eine Moderation der Ausgaben in Aussicht gestellt hatten. Trotz dieser enormen Summen bleibt Microsoft laut Managementkapazitäten eingeschränkt: Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur übersteigt weiterhin das Angebot, was voraussichtlich bis in die erste Jahreshälfte 2026 anhalten wird.

OpenAI und Wettbewerb im Fokus

Auch die einst gefeierte Partnerschaft mit OpenAI wird kritischer beäugt. Microsoft hält einen Anteil von 27 Prozent an dem KI-Pionier, doch die Sorge wächst, dass OpenAI seine Cloud-Anbieter künftig diversifizieren könnte. Dies würde den exklusiven Wettbewerbsvorteil von Azure schwächen. Gleichzeitig verschärft sich der Konkurrenzkampf, da Google mit seiner Gemini-Plattform Boden gutmacht und die Annahme einer unangefochtenen KI-Führerschaft Microsofts infrage stellt.

Charttechnisch notiert die Aktie aktuell bei 483,62 US-Dollar und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 488,02 US-Dollar. Das institutionelle Interesse bleibt geteilt: Während große Adressen wie Vanguard ihre Positionen halten, sorgten Insider-Verkäufe durch Vice Chair Brad Smith zuletzt für Aufsehen.

Spannend wird es Ende Januar 2026: Bei den nächsten Quartalszahlen müssen die Redmonder beweisen, dass die Integration neuer KI-Fähigkeiten in die Microsoft 365-Suite die nächste Umsatzwelle auslösen kann und ob das Azure-Wachstum die prognostizierten 37 Prozent (währungsbereinigt) halten kann.

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