Die Microsoft-Aktie gerät am Mittwoch unter Verkaufsdruck – und das, obwohl das Unternehmen fundamental stark dasteht. Verantwortlich ist eine breite Tech-Schwäche, ausgelöst durch neue Zoll-Drohungen von US-Präsident Trump. Nur eine Woche vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen zeigt sich: Geopolitische Risiken überlagern derzeit selbst robuste Geschäftszahlen.

Grönland-Streit löst Tech-Ausverkauf aus

Der Technologie-Sektor steht heute massiv unter Druck. Der Technology Select Sector SPDR ETF verliert 2,2 Prozent, nachdem Trump mit Zöllen gegen Länder drohte, die sich dem geplanten Kauf Grönlands widersetzen. Microsoft büßt mehr als ein Prozent ein, ebenso wie die anderen „Magnificent Seven": Nvidia, Meta und Alphabet fallen um rund zwei Prozent.

Die wichtigsten US-Indizes reagieren mit deutlichen Verlusten:

  • S&P 500 Futures: -1,5%
  • Nasdaq 100 Futures: -1,8%
  • Dow Jones Futures: -1,4%

Starke Fundamentaldaten können Kursdruck nicht stoppen

Die aktuelle Schwäche steht im Kontrast zur operativen Stärke des Software-Konzerns. Mit einer Marktkapitalisierung von 3,37 Billionen Dollar bleibt Microsoft eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Die Nettogewinnmarge liegt bei beeindruckenden 35,71 Prozent, die Eigenkapitalrendite bei 32,24 Prozent.

Dennoch hat die Aktie seit Jahresbeginn 6,23 Prozent verloren und liegt damit 12,25 Prozent unter dem im Juli erreichten 52-Wochen-Hoch von 555,45 Dollar.

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Quartalszahlen als entscheidender Katalysator

Am 28. Januar legt Microsoft die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2026 vor. Die Wall Street erwartet einen Gewinn je Aktie von 3,86 Dollar – ein Plus von 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit 79,5 bis 80,6 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 14 bis 16 Prozent entspricht.

Besonders im Fokus steht die Cloud-Sparte: Azure soll um 37 Prozent zulegen. Im ersten Quartal war der Umsatz bereits um 40 Prozent gestiegen, während der kommerzielle Auftragsbestand um 51 Prozent auf 392 Milliarden Dollar kletterte – inklusive einer 250-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit OpenAI.

KI-Infrastruktur: Rekordinvestitionen gehen weiter

CEO Satya Nadella kündigte im Q1-Call massive Expansionspläne an. Microsoft investierte 34,9 Milliarden Dollar in Sachanlagen, etwa die Hälfte davon floss in Rechenzentren. Die KI-Kapazität soll in diesem Jahr um über 80 Prozent steigen, die gesamte Rechenzentrumsfläche in den nächsten zwei Jahren verdoppelt werden.

Die Beteiligung an OpenAI, bewertet auf rund 135 Milliarden Dollar und etwa 27 Prozent der KI-Firma repräsentierend, gilt als strategisches Ass im Ärmel für weitere KI-Investments.

Analysten sehen Kaufgelegenheit

Trotz der jüngsten Volatilität bleiben die Wall-Street-Experten optimistisch. Laut FactSet Research stufen 97 Prozent der Analysten die Aktie als Kauf ein – der höchste Wert im S&P 500. Das mittlere Kursziel liegt bei 631 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 37 Prozent entspricht.

Wedbush-Analyst Dan Ives bezeichnet den aktuellen Rücksetzer als Kaufchance. Er verweist darauf, dass rund 550 Milliarden Dollar an Tech-Investitionen die nächste Phase der KI-Revolution befeuern werden – mit Microsoft als einem der Hauptprofiteure.

Am 28. Januar werden die Quartalszahlen zeigen, ob die Optimisten recht behalten.

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