Microsoft Aktie: Rückzug unausweichlich?
Microsoft steht unter Druck. Während ein Analyst am Wochenende die Kaufempfehlung zurückzieht, eskaliert parallel der Rechtsstreit mit Elon Musk. Der Tesla-Chef fordert laut Gerichtsdokumenten bis zu 25 Milliarden US-Dollar Schadenersatz vom Softwarekonzern. Für die Aktie kommt die Kombination aus Abstufung und Rechtsrisiko zur Unzeit: Seit Jahresbeginn verliert der Titel knapp fünf Prozent.
Abstufung trifft auf Rechtsstreit
Am Sonntag, 18. Januar 2026, stufte Wall Street Zen Microsoft von "Buy" auf "Hold" herab. Die Begründung: Die aktuelle Bewertung lasse wenig Spielraum für regulatorische oder juristische Rückschläge. Der Titel notiert bei 459,86 US-Dollar – rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 555,45 Dollar.
Zeitgleich verschärft sich der Konflikt mit Elon Musk. Gerichtsdokumente zeigen: Musk verlangt insgesamt bis zu 134,5 Milliarden Dollar von OpenAI und Microsoft zusammen. Auf Microsoft entfallen davon 13,3 bis 25 Milliarden Dollar. Grundlage ist Musks frühe Investition von 38 Millionen Dollar in OpenAI und der Vorwurf, das Unternehmen habe seine ursprüngliche Mission verraten. Der Prozess vor Geschworenen ist für April 2026 angesetzt.
Wall Street bleibt gespalten
Trotz der Abstufung überwiegt unter Analysten weiterhin Optimismus. Goldman Sachs bekräftigte kürzlich ein "Buy"-Rating mit Kursziel 655 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von 37 Prozent. Die Bank verweist auf Microsofts Dominanz bei generativer KI und Cloud-Computing. Der Gewinn je Aktie könnte bis 2030 auf 35 Dollar steigen. KeyBanc sieht den fairen Wert bei 630 Dollar und begründet dies mit steigenden IT-Budgets für 2026.
Zurückhaltender zeigen sich Barclays und Wells Fargo. Beide Institute senkten ihre Kursziele Anfang Januar auf 610 beziehungsweise 665 Dollar, halten aber an positiven Ratings fest. Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 630 Dollar.
Die 25-Milliarden-Forderung von Musk war bislang ein abstraktes Risiko. Nun liegt eine konkrete Summe auf dem Tisch. Bei einer Marktkapitalisierung von 3,42 Billionen Dollar wäre der Betrag verkraftbar – doch die Schlagzeilen und der nahende Prozesstermin belasten die Stimmung.
Zahlen müssen liefern
Am Mittwoch, 28. Januar 2026, legt Microsoft die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Anleger achten vor allem auf das Azure-Wachstum und die Prognose für die kommenden Monate. Die Cloud-Sparte dürfte 2025 einen Umsatz von über 75 Milliarden Dollar erreicht haben. Zudem gilt das KI-Tool Copilot mit angeblich über 100 Millionen monatlichen Nutzern als Wachstumstreiber.
Technisch bewegt sich die Aktie in einer Seitwärtsphase um 460 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über den 50-Tage-Durchschnitt würde den negativen Jahrestrend brechen. Bis dahin bleibt die Frage, ob die fundamentale Stärke im KI-Geschäft ausreicht, um die juristischen Risiken zu kompensieren.
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