Microsoft Aktie: Musk fordert 134 Milliarden
Microsoft steht unter Druck – aber nicht nur von den üblichen Verdächtigen. Während Elon Musk mit einer spektakulären Klage über 134 Milliarden Dollar auf die Bühne tritt und italienische Regulierer das Gaming-Geschäft ins Visier nehmen, kommt Unterstützung aus unerwarteter Richtung: US-Präsident Donald Trump lobt den Tech-Konzern öffentlich. Ein bemerkenswertes Spannungsfeld, das die Aktie derzeit prägt.
Politischer Rückenwind aus Washington
Am 12. und 13. Januar sicherte sich Microsoft eine wichtige Zusage der US-Regierung. Der Konzern verpflichtete sich, die massiven Stromkosten für seine KI-Rechenzentren selbst zu tragen – inklusive der Kosten für notwendige Netzausbauten. Die Rechnung geht nicht an die Verbraucher.
Präsident Trump reagierte prompt auf Truth Social: "Congratulations to Microsoft. More to come soon." Diese öffentliche Anerkennung beseitigt ein erhebliches regulatorisches Risiko. Die Regierung signalisiert grünes Licht für den KI-Infrastruktur-Ausbau, solange Microsoft die Kosten selbst stemmt. Ein strategischer Erfolg in einer Zeit, in der andere Tech-Konzerne unter verschärfter politischer Beobachtung stehen.
Die 134-Milliarden-Dollar-Frage
Am Freitag, den 16. Januar, eskalierte Elon Musk seine rechtlichen Auseinandersetzungen mit Microsoft. In einer neuen Klageschrift fordert er bis zu 134 Milliarden Dollar an "unrechtmäßigen Gewinnen" von OpenAI und Microsoft.
Der Vorwurf: Microsoft habe von Musks frühen Beiträgen zu OpenAI profitiert, ohne angemessene Kompensation. Musks Anwälte beziffern Microsofts Anteil an diesen vermeintlich unrechtmäßigen Gewinnen auf 13,3 bis 25,1 Milliarden Dollar. Mit dem Prozessbeginn im April steht ein potenziell langjähriger Rechtsstreit bevor – eine Belastung, die Investoren einpreisen müssen.
Ärger in Italien
Parallel ermittelt die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM gegen Microsofts Tochter Activision Blizzard. Im Fokus stehen die Mobile-Games Diablo Immortal und Call of Duty: Mobile.
Der Vorwurf: irreführende und aggressive Verkaufspraktiken, die zu übermäßigen In-Game-Käufen verleiten – insbesondere bei Minderjährigen. Die Behörde prüft, ob die Standard-Einstellungen der Jugendschutzkontrollen und zeitlich begrenzte Kaufangebote gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen. Neben möglichen Geldstrafen drohen erzwungene Änderungen der Monetarisierungsmodelle dieser umsatzstarken Titel.
Insider-Verkäufe: Routine statt Panik
Jüngste Verkäufe von Führungskräften sorgten für Diskussionen. CEO Satya Nadella trennte sich von Aktien im Wert von etwa 75,3 Millionen Dollar, Präsident Bradford L. Smith von rund 20 Millionen Dollar.
Entscheidend ist jedoch: Diese Transaktionen erfolgten im Rahmen eines vordefinierten 10b5-1-Handelsplans, der bereits am 7. März 2025 aufgesetzt wurde. Solche Pläne erlauben Führungskräften, Aktienverkäufe langfristig zu planen, ohne in den Verdacht des Insiderhandels zu geraten. Die Verkäufe sind administrative Routinevorgänge, keine Reaktion auf aktuelle Entwicklungen.
Ausblick: Quartalszahlen im Fokus
Die Aktie schloss am Freitag bei 459,86 Dollar, etwa 17 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Am 28. Januar folgen die Quartalszahlen. Investoren erwarten Antworten auf die zentrale Frage: Kompensieren die KI-Umsätze die massiven Investitionen und die neuen rechtlichen Risiken? Die nächsten Tage werden zeigen, ob Trumps Rückendeckung die Schockwirkung von Musks Milliardenforderung ausgleichen kann.
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