In den letzten Tagen sorgten Spekulationen über einen massiven Stellenabbau beim Tech-Giganten Microsoft für erhebliche Unruhe am Markt. Von bis zu 22.000 gefährdeten Jobs war die Rede, angeblich um die explodierenden Kosten für die Infrastruktur der Künstlichen Intelligenz abzufedern. Doch am Mittwoch trat das Management diesen Berichten entschieden entgegen und sorgte für eine sofortige Beruhigung der Gemüter.

Dementi aus der Chefetage

Kommunikationschef Frank X. Shaw fand deutliche Worte für die kursierenden Meldungen. Öffentlich bezeichnete er die Berichte, die sich unter anderem auf Quellen wie TipRanks beriefen, als „zu 100 Prozent erfunden, spekulativ und falsch“. Zuvor wurde spekuliert, der Konzern bereite für die dritte Januarwoche die Streichung von 5 bis 10 Prozent der weltweiten Belegschaft vor. Als potenziell betroffene Bereiche wurden die Cloud-Sparte Azure, die Gaming-Division Xbox und der globale Vertrieb genannt.

Marktbeobachter hatten die Gerüchte im Kontext der massiven Investitionsausgaben gesehen. Da die Kosten für den Ausbau der KI-Kapazitäten im Jahr 2026 voraussichtlich 80 Milliarden US-Dollar übersteigen werden, befürchteten Anleger, Microsoft könnte versuchen, die Margen durch drastische Personalkürzungen zu schützen. Das klare Dementi signalisiert nun jedoch Vertrauen in die aktuelle Kostenstruktur ohne radikale Einschnitte.

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Strategische Zukäufe und Termine

Statt Personal abzubauen, baut Microsoft sein Technologie-Portfolio weiter aus. Der Konzern bestätigte die Übernahme des Startups Osmos, das auf KI-gestützte Datentechnik spezialisiert ist. Die Technologie soll in die Plattform „Microsoft Fabric“ integriert werden, um Datenverarbeitungsprozesse (ETL) zu automatisieren und Entwicklungsaufwände deutlich zu reduzieren. Dies passt zur Einschätzung von Analysten wie Dan Ives von Wedbush, die 2026 weiterhin als entscheidendes Jahr für das KI-Wachstum betrachten.

Gleichzeitig richtet sich der Blick der Investoren auf den 28. Januar 2026. An diesem Datum wird das Unternehmen nach Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal vorlegen. Analysten rechnen derzeit mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie von etwa 3,86 US-Dollar.

Marktreaktion

Die Aktie reagierte positiv auf die Mischung aus Klarstellung und strategischen News. Das Papier notierte zum Handelsschluss bei 483,47 US-Dollar und nähert sich damit wieder seinem 52-Wochen-Hoch von 488,02 US-Dollar an, das erst Ende Dezember markiert wurde. Der Abstand zum Höchststand beträgt lediglich noch knapp 1 Prozent.

Für Anleger verlagert sich der Fokus nun vollständig auf den Quartalsbericht Ende Januar. Entscheidend wird sein, ob Microsoft belegen kann, dass die immensen Ausgaben für KI-Hardware durch ein beschleunigtes Umsatzwachstum bei Azure und den Copilot-Diensten gerechtfertigt werden.

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