Micron hat im April mit einem kräftigen Kurssprung auf sich aufmerksam gemacht. Auslöser waren Quartalsergebnisse, die selbst optimistische Erwartungen übertrafen — kombiniert mit einem Ausblick, der die Branche aufhorchen lässt.

Zahlen auf Rekordniveau

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 12,20 Dollar, was einem Anstieg von 682 Prozent entspricht. Treiber dieser Entwicklung ist die anhaltend starke Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM), das für KI-Anwendungen unverzichtbar geworden ist. Die HBM-Kapazitäten für den Rest des Jahres 2026 sind nach Unternehmensangaben bereits vollständig ausgebucht.

Noch beeindruckender fiel der Ausblick auf das dritte Quartal aus: Micron erwartet einen Umsatz zwischen 33,5 und 34,8 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von rund 81 Prozent — deutlich über dem, was Analysten zuvor modelliert hatten.

Schuldenstruktur optimiert, Dividende erhöht

Parallel zu den starken Zahlen schloss Micron Ende März eine gezielte Schuldenrückkaufaktion ab. Dabei wurden unter anderem 737,1 Millionen Dollar der im Jahr 2031 fälligen Senior Notes zu einem Preis von 1.048,11 Dollar je 1.000 Dollar Nennwert zurückgekauft. Die Abwicklung der angenommenen Angebote ist für den 3. April 2026 vorgesehen.

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Zusätzlich erhöhte der Vorstand die Quartalsdividende um 30 Prozent auf 0,15 Dollar je Aktie. Angesichts geplanter Investitionsausgaben von mehr als 25 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr setzt das Management damit ein klares Signal zur Stärke des eigenen Cashflows.

Analysten bleiben optimistisch

Die Neubewertung durch den Markt spiegelt sich auch in den Analysteneinschätzungen wider. Cantor Fitzgerald hat Micron zuletzt als „Top Pick" eingestuft und ein Kursziel von 700 Dollar ausgegeben. Bedenken rund um Alphabets „TurboQuant"-Kompressionstechnologie, die den Speicherbedarf senken könnte, wischten Analysten mit Verweis auf das Jevons-Paradoxon beiseite: Höhere Effizienz in KI-Modellen führe historisch zu einem insgesamt wachsenden Ressourcenverbrauch — nicht zu einem sinkenden.

Citi passte sein Kursziel zwar nach unten an und verwies auf die hohen Investitionspläne, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Der aktuelle Konsens liegt bei rund 463,71 Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs von 317,65 Euro handelt die Aktie zudem mit einem Abschlag von rund 72 Prozent auf das vorwärtsgerichtete Kurs-Gewinn-Verhältnis des Sektors — ein Bewertungsniveau, das viele Investoren als attraktiv einstufen dürften.

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