Micron Aktie: Erfolgreiche Umsetzung
Während viele Chip-Hersteller unter Druck stehen, stürmt Micron von einem Rekord zum nächsten. Die Aktie des Memory-Spezialisten hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt – und Wall Street dreht weiter an der Preisschraube. Doch was treibt diese beeindruckende Rally? Hinter der Euphorie steckt mehr als nur heiße Luft: Ein Milliardeninvestment in Japan, explodierende DRAM-Preise und eine Sonderstellung im KI-Boom könnten Micron endgültig vom zyklischen Rohstofflieferanten zum unverzichtbaren Tech-Player machen. Doch kann diese Dynamik wirklich anhalten?
9,6 Milliarden für die KI-Zukunft
Micron macht Ernst: Der Konzern plant den Bau einer hochmodernen Fabrik für High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) in Hiroshima – Investitionsvolumen stolze 1,5 Billionen Yen (9,6 Milliarden Dollar). Baustart ist für Mai 2026 vorgesehen, erste Auslieferungen sollen 2028 erfolgen.
Japan unterstützt das Projekt mit bis zu 500 Milliarden Yen an Subventionen. Die Botschaft ist klar: Micron diversifiziert die Produktion weg von Taiwan und greift Marktführer SK Hynix direkt an. HBM-Chips sind das Rückgrat der KI-Revolution – ohne sie läuft in Rechenzentren und bei KI-Beschleunigern praktisch nichts. Micron positioniert sich damit strategisch im heißesten Segment der Halbleiterindustrie.
Analysten überbieten sich gegenseitig
Die Wall Street ist regelrecht euphorisch. Morgan Stanley katapultierte das Kursziel zuletzt auf 338 Dollar – neuer Rekordwert unter allen Analysten. Rosenblatt zog nach und hob von 250 auf 300 Dollar an, Mizuho setzte 265 Dollar als Ziel, Wells Fargo ebenfalls 300 Dollar. Die Begründung: Das DRAM-Angebot bleibt bis mindestens 2026 knapp, während die Nachfrage durch KI-Anwendungen explodiert.
Von 31 Analysten empfehlen aktuell fünf "Strong Buy", 26 vergeben ein "Buy" und nur vier ein "Hold". Der Konsens liegt bei 216 Dollar – deutlich unter den aggressivsten Prognosen, aber immer noch ein klares Kaufsignal.
Fundamentaldaten stützen die Rally
Die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen die Stärke: Micron meldete einen Gewinn je Aktie von 3,03 Dollar (erwartet: 2,86 Dollar) bei Umsätzen von 11,32 Milliarden Dollar – ein Plus von 46 Prozent zum Vorjahr. Die Prognose für das laufende Quartal liegt bei 3,60 bis 3,90 Dollar je Aktie.
Besonders bemerkenswert: Die Eigenkapitalrendite beträgt 17,2 Prozent, die Nettomarge liegt bei fast 23 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Bilanz solide mit einem Verschuldungsgrad von nur 0,26. Die Marktkapitalisierung hat mittlerweile die 266-Milliarden-Dollar-Marke durchbrochen.
DRAM-Preise steigen rasant
Ein entscheidender Faktor für Microns Aussichten: Die Spot-Preise für DDR5-Speicher haben sich binnen wenig mehr als einem Monat verdreifacht – eine Bewegung, die es im DRAM-Markt seit den 1990er-Jahren nicht mehr gab. Der Grund ist einfach: Das Angebot wächst langsamer als die Nachfrage, getrieben durch KI-Beschleuniger, Edge-Computing, Smartphones und Rechenzentren.
Micron arbeitet zudem an der nächsten HBM-Generation (HBM4E) und will ab 2027 mit Unterstützung von TSMC produzieren. Das Timing ist ideal: Während der Markt von GPU-zentrierten zu kundenspezifischen ASIC-Architekturen wechselt, kann Micron seine Marktanteile im KI-Segment weiter ausbauen.
Entscheidung am 17. Dezember
Am 17. Dezember legt Micron die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten einen Gewinn von 3,58 Dollar je Aktie – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen könnten die nächste Zündstufe für die Aktie sein – oder erste Zweifel säen, falls die Erwartungen zu hoch geschraubt wurden. Institutionelle Investoren halten über 80 Prozent der Aktien und setzen offenbar weiter auf die Micron-Story. Die Transformation vom zyklischen Zulieferer zum KI-Infrastruktur-Player scheint in vollem Gange.
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