Die Börsenaufsicht zieht den Stecker: Meyer Burger fliegt heute von der Schweizer Börse. Nach monatelangem Ringen um Fristverlängerungen für den überfälligen Jahresbericht 2024 ist das Maß voll. Die SIX Exchange Regulation beendete die Handelszulassung der angeschlagenen Solaraktie mit sofortiger Wirkung.

Dreimaliger Aufschub gescheitert

Bereits zum dritten Mal beantragte das Schweizer Solartechnologie-Unternehmen eine Fristverlängerung für die Einreichung der Geschäftszahlen 2024 – vergeblich. Nach Verlängerungen bis Ende Juli und Ende August verweigerte die Börsenaufsicht nun jede weitere Gnadenfrist.

"Die Gründe für die verzögerte Berichterstattung seien nicht behoben worden und würden voraussichtlich auch nicht innerhalb der beantragten Frist gelöst werden können", begründete die SER ihre harte Entscheidung. Ein vernichtendes Urteil über die Handlungsfähigkeit des Managements.

Katastrophale Geschäftsentwicklung offenbart

Die vorläufigen Zahlen für 2024 sprechen Bände:

Umsatz: nur 69,6 Millionen CHF
EBITDA: negative 210,4 Millionen CHF
Mitarbeiterabbau: von 1.050 auf 850 Beschäftigte

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Diese desaströsen Kennzahlen verdeutlichen, warum Meyer Burger unfähig ist, einen geprüften Jahresbericht vorzulegen. Das Unternehmen kämpft ums nackte Überleben.

Deutsche Standorte im freien Fall

Der Kollaps manifestiert sich in brutalen Einschnitten: Die Produktionsstätten in Hohenstein-Ernstthal und Bitterfeld-Wolfen stellten Anfang September den Betrieb ein. 540 Beschäftigte verloren ihre Jobs, nachdem sich trotz verzweifelter Suche keine Investoren fanden.

Was bleibt von der einstigen deutschen Solaroffensive? Lediglich Thalheim produziert noch Solarzellen, während sich das Management auf das US-Geschäft in Goodyear als letzten Hoffnungsträger klammert.

Kann die USA-Strategie noch retten?

Die ursprünglich geplante Expansion in Colorado mit 2 Gigawatt Zellfertigung? Auf Eis gelegt. Die Modulproduktion in Arizona? Von 2 GW auf 1,4 GW zusammengestrichen. Selbst der wichtigste Kunde DESRI kündigte bereits im November die Verträge.

Meyer Burger setzt alles auf eine Karte: höhere Preise im US-Markt sollen das Überleben sichern. Ein riskantes Spiel angesichts der erdrückenden chinesischen Konkurrenz.

Rechtsmittel als letzter Strohhalm

20 Handelstage bleiben Meyer Burger, um gegen das Delisting Widerspruch einzulegen. Gleichzeitig laufen Restrukturierungsverhandlungen, deren Ausgang völlig ungewiss ist. Eine Investorenvereinigung prüft bereits rechtliche Schritte – zusätzlicher Druck für das angeschlagene Management.

Mit dem Börsenausschluss verliert das Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt. Die ohnehin dramatische Finanzierungskrise verschärft sich damit weiter. Meyer Burgers Schicksal hängt nun vollständig von den Restrukturierungsverhandlungen ab – ein Kampf gegen die Zeit.

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