Metaplanet gerät durch die laufende Bitcoin-Korrektur stark unter Druck. Der Kursrutsch der Kryptowährung reißt ein tiefes Loch in die Bilanz und stellt das stark auf Bitcoin ausgerichtete Geschäftsmodell infrage. Der Markt rückt weniger die Wachstumsstory, sondern zunehmend die Bilanzstabilität in den Mittelpunkt.

Hohe Buchverluste durch Bitcoin-Rückgang

Die Aktie reagiert weiter eng auf die Entwicklung des Bitcoin-Preises. Aktuell notiert Bitcoin nur noch im Bereich von rund 87.000 bis 88.000 US-Dollar und damit deutlich unter dem durchschnittlichen Einstiegspreis von Metaplanet.

Das Unternehmen hat seine Bitcoin-Reserven zuletzt auf etwa 35.102 BTC ausgebaut. Der geschätzte durchschnittliche Kaufpreis liegt bei rund 107.600 US-Dollar je Bitcoin. Aus dieser Differenz ergibt sich ein erheblicher negativer Bewertungseffekt.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Bitcoin-Bestand: ca. 35.102 BTC
  • Durchschnittlicher Kaufpreis: rund 107.600 US-Dollar
  • Aktueller Marktpreis: ca. 87.000–88.000 US-Dollar
  • Geschätzter Buchverlust: über 500 Mio. US-Dollar
  • Letzter Schlusskurs der Aktie: 512 JPY

Diese Position „unter Wasser“ verändert die Bewertung des Unternehmens deutlich. Statt potenzieller Wertsteigerungen der Reserven rückt nun das Risiko für das Eigenkapital in den Vordergrund. Der Wertverlust der Kryptobestände zehrt genau das Polster auf, das Metaplanet während der aggressiven Aufbauphase Ende 2025 geschaffen hatte.

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Marktreaktion und zentrale Sorgenpunkte

Die Stimmung am japanischen Markt hat sich nach dem Wochenende kräftig eingetrübt, nachdem der jüngste Abverkauf bei Kryptowährungen Fahrt aufgenommen hat. Der in den vergangenen Jahren vollzogene Schwenk hin zu einem Bitcoin-zentrierten Geschäftsmodell wird nun im Umfeld eines möglichen neuen „Krypto-Winters“ auf seine Belastbarkeit getestet.

Im Fokus der Anleger stehen vor allem drei Punkte:

  • Bilanzbelastung: Die Größenordnung der Wertminderung im Verhältnis zur Marktkapitalisierung.
  • Finanzierungskosten: Die Kosten des Kapitals, mit dem die Bitcoin-Bestände aufgebaut wurden.
  • Verwässerungsrisiko: Die Sorge, dass zur Stabilisierung weitere Kapitalerhöhungen nötig werden könnten.

Der bisherige Bewertungsaufschlag gegenüber dem Nettovermögen (NAV), den die Aktie in Phasen steigender Kurse erzielt hatte, schmilzt im Umfeld fallender Bitcoin-Notierungen deutlich ab.

Strategie unter Druck

Analysten stellen zunehmend das Modell eines stark Bitcoin-getriebenen Treasury-Ansatzes in einer längeren Schwächephase der Kryptowährung in Frage. Anders als klassische operative Geschäftsmodelle, die Cashflows für Investitionen nutzen, hängt Metaplanet in hohem Maß von der Wertentwicklung seiner Krypto-Assets ab.

Erschwerend kommen externe Faktoren hinzu, wie die Unsicherheit rund um einen möglichen US-Government-Shutdown und regulatorische Risiken im Kryptosektor. Beides belastet das Umfeld für digitale Assets zusätzlich.

Für die weitere Entwicklung der Aktie ist entscheidend, ob Bitcoin eine tragfähige Unterstützung oberhalb von 85.000 US-Dollar ausbilden kann. Ein nachhaltiger Rutsch darunter dürfte die Risikoabwägung institutioneller Investoren weiter zu Ungunsten des Papiers verschieben und zusätzlichen Verkaufsdruck auslösen. Aktuell wird der Titel im Kern wie ein stark gehebeltes Derivat auf die Bitcoin-Volatilität gehandelt.

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