Meta Aktie: Doppelschlag der Behörden
Die Meta-Aktie steht massiv unter Druck. Binnen eines Tages hagelte es regulatorische Angriffe von beiden Seiten des Atlantiks: Die US-Kartellbehörde FTC nimmt den Kampf um eine mögliche Zerschlagung des Konzerns wieder auf, während britische Behörden schwere Vorwürfe wegen illegaler Glücksspiel-Werbung erheben. Der Kurs sackte um 2,6 Prozent auf 604,12 USD ab.
FTC will Instagram und WhatsApp abspalten
Der härteste Gegenwind kommt aus Washington. Am 21. Januar kündigte die Federal Trade Commission an, gegen das Gerichtsurteil vom November 2025 in Berufung zu gehen. Damals hatte Richter James Boasberg die Klage abgewiesen und auf die Konkurrenz durch TikTok verwiesen. Die Behörde gibt sich damit nicht zufrieden.
FTC-Direktor Daniel Guarnera wirft Meta vor, seine Dominanz im Markt für soziale Netzwerke nicht durch Wettbewerb, sondern durch Aufkäufe gesichert zu haben. Im Visier stehen konkret die Übernahmen von Instagram und WhatsApp. Die Kartellwächter argumentieren: Meta habe sich über ein Jahrzehnt lang eine illegale Monopolstellung aufgebaut, indem es potenzielle Rivalen einfach kaufte, statt sich ihnen zu stellen.
Das Berufungsverfahren bringt ein Risiko zurück, das Investoren bereits abgehakt hatten: die erzwungene Abspaltung der beiden Plattformen. Diese Unsicherheit belastet die Bewertung erheblich.
Glücksspiel-Vorwürfe aus Großbritannien
Parallel dazu gerät Meta in Großbritannien unter Beschuss. Die UK Gambling Commission beschuldigt den Konzern, wissentlich illegale Online-Casino-Werbung auf Facebook und Instagram zugelassen zu haben. Konkret geht es um Anzeigen für sogenannte "Not on GamStop"-Seiten – Angebote, die Selbstausschluss-Programme für spielsüchtige Personen umgehen.
Meta weist die Vorwürfe zurück und verweist auf strikte interne Richtlinien. Die britische Aufsicht hält dagegen: Der reaktive Ansatz des Unternehmens sei unzureichend. Die öffentliche Auseinandersetzung könnte zu Bußgeldern und schärferen Werbeauflagen in einem wichtigen Markt führen.
Analysten senken Kursziel
Die Unsicherheit schlägt sich in Analystenschätzungen nieder. UBS reduzierte das Kursziel von 915 auf 830 USD, hält aber am "Buy"-Rating fest. Analyst Stephen Ju verweist auf einen schwachen Start ins vierte Quartal 2025, bedingt durch einen behördlichen Shutdown in den USA, der Werbebudgets belastete. Im November und Dezember habe sich die Lage jedoch wieder stabilisiert.
Zeitgleich bestätigte eine WARN-Meldung vom 20. Januar den Abbau von 331 Stellen in der Reality Labs-Sparte in Washington State. Meta fokussiert sich strategisch stärker auf Künstliche Intelligenz und weniger auf reine Metaverse-Hardware.
Blick auf die Quartalszahlen
Die Aktie notiert knapp zwei Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, hat aber seit Jahresbeginn 6,6 Prozent verloren. Am 28. Januar folgen die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025. Anleger erwarten dort Klarheit darüber, wie sich die regulatorischen Risiken und operativen Umbauten auf die Profitabilität auswirken werden.
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