Marubeni Aktie: US-Energiestrategie greift
Marubeni forciert den Ausbau seiner globalen Energieinfrastruktur und setzt dabei verstärkt auf den US-Markt. Mit dem offiziellen Start des Stromhandels für Geschäfts- und Industriekunden in Texas am 19. Februar 2026 reagiert das Unternehmen auf einen massiven Nachfrageboom. Doch hinter der Expansion steckt mehr als nur klassischer Energievertrieb: Marubeni positioniert sich als Problemlöser für ein zunehmend instabiles Stromnetz.
Wachstumsmarkt Texas und KI-Boom
Der Einstieg in den deregulierten texanischen Markt ist ein strategischer Kernbestandteil der aktuellen Konzernstrategie „GC2027“. Mit einem jährlichen Strombedarf von rund 370 Terawattstunden (TWh) übertrifft Texas den gesamten Verbrauch des Vereinigten Königreichs. Besonders die rasant wachsende Branche der Künstlichen Intelligenz treibt die Nachfrage: Rund 77 Prozent der neuen Kapazitätsanfragen im ersten Quartal 2026 entfallen auf KI-Rechenzentren.
Angesichts dieser Lastzunahme steht das texanische Netz (ERCOT) unter erheblichem Stress. Kann Marubeni diesen gewaltigen Energiehunger nutzen, um seine Marktanteile nachhaltig auszubauen? Das Tochterunternehmen SmartestEnergy US konnte zuletzt bereits Wachstumsraten von über 100 Prozent pro Jahr verzeichnen und operiert nun von einem neuen Standort in Houston aus, um die steigende Nachfrage vor Ort direkt zu bedienen.
Innovative Netzstabilisierung bis 2027
Neben dem reinen Energievertrieb investiert Marubeni in technologische Lösungen zur Netzstabilität. Gemeinsam mit Partnern aus Südkorea und Estland entwickelt der Konzern das „E-STATCOM“-System. Diese Technologie soll Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, die durch die Integration volatiler erneuerbarer Energien – allein in Texas kamen seit 2020 rund 31 Gigawatt Solarleistung hinzu – entstehen.
Die kommerzielle Einführung des Systems ist für das Jahr 2027 geplant. An der Börse spiegelte sich der strategische Kurs zuletzt in einer positiven Grundstimmung wider: Trotz eines leichten Kursrücksetzers von 1,86 Prozent am Freitag auf 31,05 Euro weist die Aktie auf Jahressicht ein massives Plus von rund 116 Prozent auf. Mit einem RSI von 60,5 bewegt sich der Titel aktuell in einem konstruktiven, aber nicht überhitzten Bereich.
Bis zum April 2026 plant Marubeni zudem eine interne Umstrukturierung der Chemiesparte, um operative Einheiten zu straffen. Der Fokus liegt damit klar auf der Bewältigung des Infrastruktur-Engpasses in den USA, wo die Spitzenlasten bis 2030 voraussichtlich auf 138 Gigawatt ansteigen werden. Die nächsten Monate werden zeigen, wie effizient die neuen Plattformgeschäfte zur Profitabilität des Gesamtkonzerns beitragen können.
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