Nach zwölf Jahren an der Spitze verliert der größte Seltenerd-Produzent außerhalb Chinas seine prägende Figur. Amanda Lacaze, die Lynas vom Sanierungsfall zum Milliardenkonzern formte, kündigte ihren Rückzug an. Doch statt Verunsicherung reagierte die Börse mit Kursgewinnen – was steckt hinter der Gelassenheit der Anleger?

Lacaze wird bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres im Amt bleiben, um einen geordneten Übergang zu gewährleisten. Diese Planungssicherheit honorierte der Markt am Dienstag mit einem Kursplus von fast drei Prozent. Der Verwaltungsrat hat bereits die Suche nach einer Nachfolge eingeleitet und prüft dabei sowohl interne als auch externe Kandidaten für die nächste Wachstumsphase des Unternehmens.

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Vom Sanierungsfall zum Giganten

Die Fußstapfen für die künftige Führungskraft sind riesig. Als Lacaze 2014 übernahm, stand Lynas kurz vor dem finanzielle Kollaps. Unter ihrer Leitung transformierte sich das Unternehmen zu einem dominanten Akteur im Sektor für kritische Mineralien. Der Börsenwert kletterte in dieser Zeit von rund 400 Millionen auf fast 15 Milliarden australische Dollar. Für langfristige Aktionäre bedeutete dies eine Verzwölffachung des Aktienkurses.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Investitionsprogramms 2025 und dem Start der Strategie "Towards 2030" sieht die Managerin nun den passenden Zeitpunkt für den Stabweschel gekommen. Wichtige Meilensteine wie die Umschuldung mit japanischen Gläubigern und der Bau der Verarbeitungsanlage in Kalgoorlie fallen in ihre Amtszeit.

Analysten bleiben optimistisch

Rückenwind erhält der Titel zusätzlich von der Investmentfirma William Blair. Die Experten nahmen die Bewertung am Dienstag mit einem "Outperform"-Rating auf. Sie begründen ihre positive Einschätzung mit der strategischen Alleinstellung von Lynas als führender Produzent von separierten Seltenen Erden außerhalb Chinas sowie den voll integrierten Betriebsabläufen.

Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die Auswahl der neuen Führungspersönlichkeit, die das Unternehmen in einem geopolitisch sensiblen Umfeld steuern muss. Bis zum Ende des Geschäftsjahres garantiert Lacaze noch Kontinuität bei den laufenden Projekten. Konkrete Einblicke in den aktuellen operativen Verlauf liefert der anstehende Quartalsbericht des Konzerns.

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