Lockheed Martin Aktie: Analysten-Schub
Nach einem schwachen Jahr 2025 rückt Lockheed Martin zum Wochenstart wieder stärker in den Fokus. Der Kurs zog am Freitag um 4,2 % an und schloss bei rund 543 US-Dollar. Treiber waren eine Kaufempfehlung von Truist Securities und Rückenwind für den Sektor durch den Vorschlag von Präsident Trump für ein deutlich höheres Verteidigungsbudget.
Truist sieht Kurspotenzial
Wichtigster Impuls für die Aufwärtsbewegung war eine Hochstufung durch Truist Securities. Analyst Michael Ciarmoli erhöhte sein Votum auf „Buy“ und setzte ein neues Kursziel von 605 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau entspricht das einem Potenzial von rund 11 bis 12 %.
Seine positive Einschätzung stützt sich auf mehrere Punkte:
- Bewertung: Nach der Underperformance im Jahr 2025 sieht Ciarmoli ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.
- Haushaltsfantasie: Bedenken rund um die Initiative „Department of Government Efficiency“ (DOGE) hätten deutlich nachgelassen. Stattdessen präge die vorgeschlagene Verteidigungsplanung für das Fiskaljahr 2027 zunehmend das Bild.
- Operative Stärke: Besonders der Bereich „Missiles and Fire Control“ soll überdurchschnittlich wachsen, gestützt durch jüngste Aufträge, etwa für Patriot-Luftverteidigungssysteme.
1,5-Billionen-Dollar-Budget als Rückenwind
Zusätzliche Unterstützung kam zum Wochenschluss von politischer Seite. Präsident Trump sprach sich am Donnerstag für eine Ausweitung des US-Verteidigungsetats auf 1,5 Billionen US-Dollar im Fiskaljahr 2027 aus. Die Ankündigung sorgte für eine spürbare Stimmungsaufhellung im gesamten Rüstungssektor und dämpfte zuvor aufgekommene Sorgen über mögliche Einschränkungen bei Dividenden und Aktienrückkäufen.
Zwar sendet die Regierung weiterhin uneinheitliche Signale zur Kapitalverwendung der großen Rüstungskonzerne. Die schiere Größenordnung des ins Spiel gebrachten Budgets stärkt jedoch die Erwartungen an stabile bis zunehmende Einnahmen für Hauptauftragnehmer wie Lockheed Martin.
Rekordauslieferungen beim F-35
Auf operativer Ebene meldete Lockheed Martin einen wichtigen Meilenstein. 2025 lieferte der Konzern 191 F‑35 „Lightning II“ Kampfjets aus und übertraf damit den bisherigen Rekord von 142 Maschinen aus dem Jahr 2021.
Zuvor hatten Verzögerungen beim „Technology Refresh 3“ (TR‑3) Software-Update die Auslieferungen belastet. Dass nun ein neuer Höchstwert erreicht wurde, deutet darauf hin, dass die technischen und zulieferseitigen Engpässe weitgehend überwunden sind. Für das Aeronautics-Segment schafft dies eine Basis für planbare Umsatzerfassung im laufenden Jahr.
Einordnung der Entwicklung
Nach einem zähen Börsenjahr 2025 wirkt die jüngste Kursbewegung wie ein möglicher Stimmungsumschwung. Der Titel hatte unter geopolitischen Unsicherheiten und innenpolitischem Druck auf Effizienz im Verteidigungshaushalt gelitten und einen Teil der Gewinne aus den Vorjahren abgegeben.
Gleichzeitig bleibt der Sektor anfällig für politische Schlagzeilen, insbesondere wenn es um „überhöhte“ Renditen und Kapitalrückflüsse an Aktionäre geht. Dem gegenüber steht eine anhaltend hohe Nachfrage nach Systemen wie dem PAC‑3 MSE oder dem F‑35, die für eine gewisse Untergrenze bei der Bewertung sorgt. Die Dividendenrendite von rund 2,5 % ist für einkommensorientierte Anleger ein zusätzliches Argument, solange mögliche gesetzliche Beschränkungen bei Aktienrückkäufen ausbleiben.
Ausblick auf die Zahlen
Wichtiger nächster Termin sind die Quartals- und Jahreszahlen: Am Donnerstag, dem 29. Januar, legt Lockheed Martin vor Börsenbeginn die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor, inklusive Webcast um 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit.
Im Fokus des Marktes stehen dabei drei Punkte:
- Ausblick 2026: Wie stark spiegelt sich der Vorschlag für das 1,5-Billionen-Budget in den Umsatzperspektiven wider?
- Kapitalverwendung: Welche Signale sendet das Management zu Dividendenpolitik und Aktienrückkäufen vor dem Hintergrund der politischen Diskussion?
- Profitabilität: Angaben zur Lage in den Lieferketten und zur Margenentwicklung insbesondere in den Bereichen Aeronautics und Missiles and Fire Control.
Charttechnisch hat die Aktie am Freitag einen jüngeren Widerstandsbereich nach oben durchbrochen. Das von Truist genannte Kursziel von 605 US-Dollar markiert nun die nächste wichtige Orientierungsmarke für den weiteren Verlauf.
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