L&G Gold Mining ETF: Heftiger Abverkauf
Goldminen-Anleger erleben derzeit eine schmerzhafte Realität. Ein unerwartet harter Kurs der US-Notenbank und steigende Energiekosten setzen den Sektor unter Druck. Während der Goldpreis korrigiert, belasten gleichzeitig geopolitische Spannungen die operativen Margen der Minenbetreiber.
Die Fed bremst die Euphorie
Auslöser der jüngsten Verkaufswelle war die Entscheidung der US-Notenbank vom 18. März, die Zinsen unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 % zu belassen. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte deutlich, dass Zinssenkungen erst bei signifikanten Fortschritten bei der Inflation ein Thema werden. Da die Erzeugerpreise im Februar mit 0,7 % doppelt so stark stiegen wie erwartet, haben Marktteilnehmer ihre Erwartungen für eine erste Zinssenkung bereits auf den kommenden Dezember verschoben.
Diese Entwicklung stärkte den US-Dollar und trieb die Anleiherenditen nach oben – ein schwieriges Umfeld für Gold. Innerhalb von nur drei Handelstagen verlor der Goldpreis rund 6,5 % an Wert. Mit einem Kursrückgang von etwa 15 % innerhalb einer Woche spiegelt der ETF die heftige Reaktion der Märkte auf diesen hawkishen Kurswechsel wider.
Margendruck durch Energiepreise
Für die im ETF enthaltenen Unternehmen wie Newmont oder Barrick Gold bedeutet die aktuelle Lage eine doppelte Belastung. Sinkende Einnahmen durch den schwächeren Goldpreis treffen auf massiv steigende Kosten. Der Ölpreis kletterte infolge der Eskalation im Nahen Osten auf rund 100 US-Dollar pro Barrel. Da der Goldbergbau extrem energieintensiv ist, fressen die hohen Treibstoff- und Energiekosten die Gewinnmargen der Produzenten auf.
Besonders deutlich wird der Kontrast zum starken Vorjahr 2025. Damals profitierten Unternehmen wie Agnico Eagle noch von Rekordpreisen und Nettomargen von über 37 %. Die aktuellen Verwerfungen stellen diese Profitabilität nun infrage, da die Inflation bei den Produktionskosten die Verkaufspreise einholt. Historisch reagiert Gold zwar oft positiv auf geopolitische Spannungen, die Nachhaltigkeit dieser Gewinne nahm in der Vergangenheit jedoch nach wenigen Wochen meist deutlich ab.
Zentralbanken als stabilisierender Faktor
Trotz der kurzfristigen Turbulenzen bleibt das fundamentale Interesse an Gold auf institutioneller Ebene hoch. J.P. Morgan Global Research rechnet für das laufende Jahr mit einer weiterhin starken Nachfrage durch staatliche Akteure, was den Abwärtstrend begrenzen könnte.
- Erwartete Zentralbankkäufe 2026: 755 Tonnen
- Kursziel J.P. Morgan (Q4 2026): 5.000 USD/Unze
- Langfristiges Preisziel: 6.000 USD/Unze
Der mit 769 Millionen Euro ausgestattete ETF bildet den STOXX Global Gold Miners Index physisch ab und bleibt damit ein direktes Barometer für die Verfassung des Sektors. Kurzfristig lastet die Kombination aus restriktiver US-Geldpolitik und geopolitischen Risiken schwer auf den Kursen. Die langfristigen Ziele der Analysten rücken erst wieder in den Fokus, wenn sich die Lage am Energiemarkt stabilisiert und die Inflation den Spielraum für Zinssenkungen freigibt.
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