Starke Quartalsergebnisse, milliardenschwere Aufträge — und trotzdem befindet sich die Kratos-Aktie in einer deutlichen Korrekturphase. Seit dem Jahreshoch im Januar hat der Kurs rund 44 Prozent eingebüßt. Der Widerspruch zwischen operativer Stärke und Kursentwicklung wirft die Frage auf, was Anleger gerade antreibt.

Zahlen gut, Stimmung schlecht

Im jüngsten Quartal übertraf Kratos die Erwartungen klar: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,18 Dollar und damit vier Cent über dem Konsensus. Der Umsatz kletterte auf 345 Millionen Dollar — rund 17 Millionen mehr als erwartet, ein Plus von knapp 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Trotzdem notiert die Aktie aktuell bei rund 62,56 Euro und damit deutlich unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 79,09 Euro. Die Lücke zu den gleitenden Durchschnitten verdeutlicht, wie stark die Korrektur ausgefallen ist.

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Der Hauptgrund für den Druck liegt wohl in der Bewertung. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 9,05x ist für einen Rüstungswert sportlich. Hinzu kommt ein negativer freier Cashflow von rund 121 Millionen Dollar in den vergangenen zwölf Monaten. Erst für 2028 prognostizieren Analysten einen positiven Free Cashflow von rund 93 Millionen Dollar. Eine DCF-Analyse sieht den Titel zwar als rund 21 Prozent unterbewertet — doch bis dahin braucht es Geduld.

Aufträge und institutionelles Vertrauen

Operativ läuft es unterdessen rund. Neben dem bereits bekannten Navy-Auftrag für Oriole-Raketenmotoren hat Kratos einen 446,8-Millionen-Dollar-Vertrag der U.S. Space Force gewonnen. Dabei geht es um Aufbau und Betrieb des Bodensystems für eine neue Satellitenkonstellation zur Raketenfrüherkennung — Teil des sogenannten Golden-Dome-Programms der Trump-Administration.

Institutionelle Investoren scheinen den Kursrückgang als Einstiegsgelegenheit zu nutzen. 75,9 Prozent der Aktien liegen in institutioneller Hand. Die Royal Bank of Canada stockte ihre Position im ersten Quartal um 22,6 Prozent auf, Amundi stieg neu ein.

Nächster Katalysator: 6. Mai

Am 6. Mai legt Kratos die nächsten Quartalszahlen vor. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten im Schnitt einen Gewinn von 0,31 Dollar je Aktie. Das Ergebnis dürfte zeigen, ob die operative Dynamik anhält und ob der Cashflow-Pfad in Richtung Profitabilität Fahrt aufnimmt — beides entscheidend dafür, ob die aktuelle Bewertung trägt.

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