KNDS, der Hersteller des Leopard 2, bereitet sich auf einen der größten Börsengänge Europas seit Jahren vor. Bis zu fünf Milliarden Euro sollen eingesammelt werden — und die Nachfrage seitens staatlicher Ankerinvestoren ist bereits konkret.

Starkes Bankenkonsortium, doppelte Notierung

Als globale Koordinatoren hat KNDS Bank of America, Deutsche Bank, Goldman Sachs und Société Générale mandatiert. Geplant ist eine Doppelnotierung an den Börsen Frankfurt und Paris. Lazard begleitet die strategische Positionierung des Unternehmens im Vorfeld des Debüts, das noch in diesem Sommer stattfinden soll — trotz der durch den Krieg im Iran ausgelösten Marktunruhen und einer zuletzt schwächeren Kursentwicklung börsennotierter Rüstungswerte.

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Die deutschen Familienaktionäre wollen ihren aktuellen 50-Prozent-Anteil im Rahmen des IPO deutlich reduzieren. Gleichzeitig prüft die staatliche KfW gemeinsam mit JPMorgan den Erwerb einer Beteiligung. Berichten zufolge plant die Bundesregierung zudem den Einstieg mit einem Sperrminderheitsanteil von mindestens 25 Prozent — vergleichbar mit dem bestehenden Einfluss des französischen Staates. Marktbeobachter werten diesen Schritt als stabilisierenden Faktor für das IPO, da er nationale Sicherheitsinteressen absichert und dem Unternehmen gleichzeitig den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten öffnet.

Rekord-Auftragsbestand als Fundament

Die Zahlen sprechen für sich: 2024 verzeichnete KNDS einen Auftragseingang von 11,2 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von rund 23,5 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg auf 3,8 Milliarden Euro, seit 2023 wurden 5.000 neue Mitarbeiter eingestellt. Zudem gründete das Unternehmen eine neue Tochtergesellschaft in der Ukraine für Artilleriewartung und lokale Munitionsproduktion.

Zum Vergleich: Der Stoxx Europe Targeted Defense Index hat sich seit der russischen Invasion 2022 vervierfacht. Konkurrenten wie Rheinmetall profitieren bereits von höheren Börsenbewertungen — für Fremdfinanzierung, Übernahmen und Mitarbeiterprogramme. KNDS will mit dem IPO-Erlös die eigene Produktionskapazität verdoppeln, um der veränderten europäischen Sicherheitslage gerecht zu werden.

Boardmitglied Christian Schulz bringt dabei relevante Erfahrung mit: Als ehemaliger CFO der RENK Group begleitete er bereits deren Börsengang sowie die Notierung von TRATON. Die endgültigen Vorbereitungen für das Marktdebüt laufen.

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