Während der breite Radiomarkt stagniert, schaltet die Klassik Radio AG einen Gang höher. Mit zweistelligen Zuwachsraten beim Umsatz und einem noch stärkeren Plus beim operativen Ergebnis hat das Medienhaus die eigenen Erwartungen für 2025 übertroffen. Doch spiegelt der aktuelle Aktienkurs diese operative Stärke bereits angemessen wider?

Die vorläufigen Zahlen für 2025 im Überblick:

  • Umsatz: ca. 21,5 Mio. Euro (+11 % gegenüber Vorjahr)
  • EBITDA: ca. 2,35 Mio. Euro (+22 % gegenüber Vorjahr)
  • Wachstumstreiber: Digitales Streaming (Klassik Radio Plus) und Live-Events
  • Nächster Termin: Veröffentlichung des geprüften Konzernabschlusses Ende Juni 2026

Digitalgeschäft als Renditeturbo

Das Augsburger Medienhaus konnte sich im vergangenen Geschäftsjahr erfolgreich von der allgemeinen Marktentwicklung abkoppeln. Während viele Wettbewerber mit stagnierenden Werbeeinnahmen kämpfen, profitierte Klassik Radio von seiner Positionierung in einer kaufkräftigen Premiumzielgruppe. Wesentliche Treiber waren dabei die Sender Klassik Radio und Beats Radio sowie das kontinuierliche Wachstum des digitalen Streamingangebots Klassik Radio Plus.

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Durch den Ausbau dieser digitalen Abomodelle generiert das Unternehmen zunehmend stabilere Cashflows, die weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen im Werbemarkt sind. Auch das Geschäft mit Live-Events trug signifikant zum zweistelligen Umsatzplus bei. Dass das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 22 Prozent doppelt so stark stieg wie der Umsatz, deutet auf eine verbesserte Profitabilität der digitalen Plattformen hin.

Diskrepanz zwischen Kurs und Zahlen

Trotz der positiven operativen Entwicklung zeigt sich die Aktie an der Börse bisher unbeeindruckt. Am vergangenen Freitag schloss das Papier mit einem leichten Minus von 0,61 Prozent bei 3,26 Euro. Damit notiert der Titel derzeit nur hauchdünn über seinem 52-Wochen-Tief von 3,24 Euro. Vom Jahreshöchststand bei 3,48 Euro ist der Kurs hingegen rund sechs Prozent entfernt.

Marktbeobachter werten die aktuelle Bewertung als Ausdruck einer abwartenden Haltung. Da die Aktie im m:access-Segment der Börse München gehandelt wird, unterliegt sie einer geringeren Liquidität als Werte in den Primärsegmenten, was Kursbewegungen oft verzögert. Der strategische Wechsel in dieses Segment im Jahr 2024 zielte primär darauf ab, die regulatorische Kostenstruktur zu optimieren, ohne die Transparenz für mittelständische Investoren aufzugeben.

Die nun veröffentlichten Daten basieren auf vorläufigen Berechnungen nach HGB. Die endgültige Bestätigung der Zahlen erfolgt mit der Vorlage des geprüften Konzernabschlusses, der für Ende Juni 2026 geplant ist. Erst dann wird sich zeigen, ob die operative Dynamik ausreicht, um den Aktienkurs nachhaltig von seinem Jahrestief zu lösen.

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