Klarna hat im vierten Quartal 2025 erstmals die Umsatzschwelle von einer Milliarde Dollar durchbrochen – ein Meilenstein für das schwedische Fintech-Unternehmen. Doch statt Euphorie folgte ein Kurssturz. Der Grund: ein überraschender Verlust und eine verhaltene Prognose für 2026. Was steckt hinter den widersprüchlichen Signalen?

Starke Zahlen, schwache Marge

Der Umsatz kletterte im Schlussquartal um 38 Prozent auf 1,082 Milliarden Dollar. Das Bruttowarenvolumen (GMV) legte um 32 Prozent auf 38,7 Milliarden Dollar zu. Besonders stark entwickelte sich das US-Geschäft mit einem Umsatzplus von 58 Prozent.

Unter dem Strich stand jedoch ein Nettoverlust von 26 Millionen Dollar – eine Kehrtwende gegenüber dem Vorjahresquartal, als Klarna noch profitabel war. Zudem enttäuschte der Ausblick auf das erste Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten. Die Aktie geriet daraufhin massiv unter Druck.

Wachstum hat seinen Preis

Klarna treibt den Umbau vom reinen Zahlungsdienstleister zur digitalen Bank voran. Die Nutzerbasis wuchs auf 118 Millionen aktive Kunden, die Zahl der Händler-Partner stieg um 42 Prozent auf 966.000. Besonders die Banking-Produkte legen zu: Die Zahl der Banking-Kunden verdoppelte sich binnen Jahresfrist, das GMV der „Fair Financing"-Option für größere Anschaffungen explodierte um 165 Prozent.

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Diese Expansion fordert ihren Tribut. Die Rückstellungen für Kreditausfälle und die Kosten für den Aufbau der Banking-Infrastruktur belasten die Profitabilität. Hinzu kommen rechtliche Risiken: Ende Februar endete die Frist für Anleger, sich einer Sammelklage wegen angeblich unzureichender Angaben im Börsenprospekt anzuschließen.

Strategie auf dem Prüfstand

Klarna baut parallel neue Vertriebskanäle auf. Anfang Februar integrierte das Unternehmen seinen „Pay in 3"-Service in Google Pay für den britischen Markt. Die Strategie ist klar: vom reinen Payment-Anbieter zum vollwertigen Finanzdienstleister werden.

Ob diese Transformation gelingt, ohne die Profitabilität dauerhaft zu opfern, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Die nächsten Zahlen am 6. Mai 2026 dürften richtungsweisend sein.

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