Klarna Aktie: Anleger ziehen Reißleine
Klarna präsentiert im vierten Quartal ein Paradoxon: Nie war der Umsatz höher, doch die Aktie stürzt ins Bodenlose. Während das Fintech-Unternehmen beim Wachstum glänzt, sorgt ein überraschender Verlust für Ernüchterung an den Märkten. Die aggressive Transformation hin zur Vollbank fordert ihren Tribut und zwingt Investoren dazu, die langfristige Profitabilität neu zu bewerten.
Glanzzahlen mit Schönheitsfehler
Auf den ersten Blick lieferte Klarna beeindruckende Werte. Der Umsatz kletterte im vierten Quartal 2025 um gut 38 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar – das erste Quartal in der Unternehmensgeschichte mit Erlösen jenseits der Milliardenmarke. Auch das Brutto-Warenvolumen (GMV) und die Zahl der aktiven Nutzer legten zweistellig zu.
Doch der Glanz verfliegt beim Blick auf das Nettoergebnis. Stand im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 40 Millionen Dollar, meldete Klarna nun einen Verlust von 26 Millionen Dollar. Diese Rückkehr in die roten Zahlen trotz Rekordumsätzen wurde vom Markt sofort abgestraft: Die Aktie fiel am Freitag auf ein neues 52-Wochen-Tief von 11,10 Euro und hat allein in den letzten 30 Tagen mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.
Der Preis der Transformation
Der Grund für den Verlust liegt im strategischen Umbau des Geschäftsmodells. Klarna weitet sein Angebot massiv auf klassische Bankdienstleistungen aus, insbesondere auf längerfristige Kredite. Diese Expansion erfordert hohe Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle, die sofort bei Kreditvergabe verbucht werden müssen.
Zwar konnte die Zahl der "Bankkunden" auf 15,8 Millionen verdoppelt werden, doch die bilanziellen Auswirkungen belasten das kurzfristige Ergebnis schwer. Das Management argumentiert, dass diese Kunden langfristig dreimal so viel Umsatz generieren wie reine Zahlungsnutzer. Anleger bewerten jedoch aktuell primär die steigenden Kosten und das Kreditrisiko, statt auf zukünftige Zinserträge zu wetten.
Ausblick enttäuscht
Zusätzlich belastete der Ausblick auf das Jahr 2026 die Stimmung. Die Prognose für das erste Quartal und das Gesamtjahr blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Insbesondere für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit einer Abschwächung des Wachstums beim Warenvolumen.
Klarna steht nun vor der schwierigen Aufgabe, die Balance zwischen aggressiver Expansion und Kostendisziplin zu finden. Solange die hohen Anlaufkosten der Banksparte die Gewinne aufzehren und die Prognosen verhalten bleiben, dürfte eine nachhaltige Bodenbildung der Aktie schwierig werden.
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