iShares MSCI World ETF: Umbau startet
Für Anleger im weltweit beliebtesten Aktienindex brechen spannende Zeiten an. Der Indexanbieter MSCI bereitet eine Anpassung vor, die bereits im Februar erste Spuren im Portfolio hinterlassen wird. Besonders die Entscheidung über den Umgang mit kryptolastigen Unternehmen sorgt dabei für Aufmerksamkeit, während im Hintergrund eine noch größere Reform vorbereitet wird.
Der Zeitplan für die Neugewichtung
Am 10. Februar 2026 wird MSCI die Details zur quartalsweisen Indexüberprüfung bekannt geben. Die daraus resultierenden Änderungen treten anschließend zum 2. März in Kraft. Anleger sollten jedoch beachten, dass dieser Termin vor allem als Vorstufe dient. Der Indexanbieter plant für Mai 2026 eine umfassendere methodische Überarbeitung.
Für die Februar-Runde bleibt der Eingriff zunächst begrenzt. MSCI konzentriert sich primär auf signifikante Veränderungen beim Streubesitz (Free Float). Nur Anpassungen, die eine absolute Schwelle von 0,15 beim sogenannten "Inclusion Factor" erreichen, werden umgesetzt. Dies dient der technischen Bereinigung vor dem größeren Update im späteren Jahresverlauf.
Kryptowährungen bleiben, aber mit Bremse
Eine wesentliche Richtungsentscheidung betrifft Unternehmen, die massiv in Kryptowährungen investiert sind. Sogenannte "Digital Asset Treasury Companies", deren Vermögen zu mindestens 50 Prozent aus Krypto-Beständen besteht, verbleiben im MSCI World Index. Diese Bestätigung beendet Spekulationen über einen möglichen Ausschluss dieser volatilen Titel.
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Allerdings zieht MSCI enge Grenzen: Die Gewichtung dieser Firmen wird eingefroren und darf nicht erhöht werden. Auch Neuaufnahmen oder Segmentwechsel sind für diese Kategorie vorerst ausgesetzt. Dies betrifft prominent Unternehmen wie Strategy (ehemals MicroStrategy), die für ihre enormen Bitcoin-Reserven bekannt sind.
US-Tech dominiert weiterhin
Der ETF, der aktuell rund 6,97 Milliarden US-Dollar verwaltet, bleibt extrem stark auf den amerikanischen Technologiesektor fokussiert. US-Aktien stellen mittlerweile über 70 Prozent des Fondsgewichts. Allein die drei Schwergewichte Nvidia (5,32 %), Apple (4,37 %) und Microsoft (3,78 %) machen zusammen fast 14 Prozent des gesamten Portfolios aus.
Diese Konzentration macht den Fonds anfällig für Schwankungen im Halbleiter- und KI-Sektor. Die Bewertung spiegelt den Tech-Boom wider: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des ETFs liegt bei 26,1, während das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 3,9 notiert.
Die kommenden Monate markieren eine Übergangsphase für den Indexklassiker. Während der 10. Februar Klarheit über die kurzfristigen Anpassungen bei Einzelwerten und Gewichtungen bringt, richtet sich der Blick bereits auf den Mai 2026. Dann entscheidet die angekündigte große Methodik-Reform endgültig über die langfristige Struktur des Weltaktienindex.
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