Der iShares MSCI World ETF (URTH) steht vor einem bedeutenden Portfolioumbau. Am 27. Februar tritt die Februar-Neugewichtung des MSCI World Index in Kraft – mit 18 Neuzugängen und 27 Streichungen. Das 6,9 Milliarden Dollar schwere Indexprodukt muss seine Bestände entsprechend anpassen, um weiterhin präzise den Referenzindex abzubilden.

Die Veränderungen im Detail

MSCI gab die Ergebnisse der Februar-Überprüfung am 10. Februar bekannt. Für den MSCI World Index, der Large- und Mid-Cap-Titel aus 23 Industrieländern umfasst, fallen die Änderungen gezielt aus: 18 Wertpapiere kommen hinzu, 27 verlassen den Index.

Die drei größten Neuzugänge nach Marktkapitalisierung stammen alle aus den USA: AST SpaceMobile (satellitengestützte Telekommunikation), Coherent Corp (Photonik und Industriematerialien) sowie FTAI Aviation (Luftfahrt-Leasing und -Wartung). Ihre Aufnahme verschiebt das Indexgewicht in Richtung Satellitenkonnektivität, KI-naher Hardware und Luftfahrtinfrastruktur.

Auf der Streichungsliste stehen allein 15 Titel aus dem MSCI USA Index – darunter Alexandria Real Estate, Booz Allen Hamilton, DocuSign, Nutanix und Paycom Software. Dem stehen nur acht US-Neuzugänge gegenüber.

Aktuelles Portfolio stark tech-lastig

Per 20. Februar hielt der iShares MSCI World ETF 1.320 Positionen bei einem Nettovermögen von rund 6,92 Milliarden Dollar. Die größten Einzelpositionen bleiben US-Tech-Schwergewichte:

  • NVIDIA – 5,37 %
  • Apple – 4,55 %
  • Microsoft – 3,31 %
  • Amazon – 2,31 %
  • Alphabet (Klasse A) – 2,07 %

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis lag bei 25,35, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 3,86. Der Nettoinventarwert erreichte 191,27 Dollar – nahe dem 52-Wochen-Hoch von 191,88 Dollar. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Fonds eine Gesamtrendite von 2,39 Prozent, nach starken 21,28 Prozent im Kalenderjahr 2025.

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Methodenwechsel verzögert weitere Anpassungen

Diese Neugewichtung hat zusätzliche Bedeutung als Übergangsereignis. MSCI kündigte am 27. Januar an, im Februar nur signifikante Freefloat-Änderungen umzusetzen. Umfassendere Anpassungen werden auf Mai 2026 verschoben, wenn eine überarbeitete Freefloat-Rundungsmethodik greift.

Der Gesamtumschlag für den MSCI World IMI liegt bei moderaten 0,3 Prozent. Neuzugänge werden noch nach alter Methodik berechnet – die breitere Überarbeitung folgt erst im Frühjahr.

Zudem bestätigte MSCI, dass Unternehmen mit bedeutenden digitalen Vermögenswerten (DATCOs) vorerst nicht ausgeschlossen werden. Stattdessen plant der Indexanbieter eine umfassendere Konsultation zur Behandlung nicht-operativer Gesellschaften.

Umsetzung am 27. Februar im Fokus

Mit Handelsschluss am 27. Februar werden alle Bestandsänderungen wirksam. Indexfonds wie URTH müssen ihre Kauf- und Verkaufsorder rund um diesen Stichtag ausführen, um Tracking-Differenzen zu minimieren. Das erzeugt vorhersehbare Volumenschübe bei den betroffenen Wertpapieren.

Das Übergewicht der Streichungen im US-Segment – 15 Abgänge gegen acht Zugänge – dürfte Verkaufsdruck bei Mid-Cap-Titeln erzeugen. Die drei prominenten Neuzugänge wiederum könnten konzentrierte Käufe passiver Investoren anziehen. Mit der größeren Methodik-Überarbeitung im Mai ist dieser Umbau die letzte Anpassung unter dem bisherigen Berechnungsrahmen.

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