Intel Aktie: Steigender Gegenwind!
Die Intel-Aktie bricht am Freitag im vorbörslichen US-Handel massiv ein. Mit einem Minus von rund 13 Prozent auf 47,44 Dollar löst sich ein erheblicher Teil der jüngsten Kursgewinne in Luft auf. Zuvor hatte der Chip-Riese mit seinem Ausblick enttäuscht – trotz solider Quartalszahlen.
Lieferengpässe bremsen Sanierungskurs
Das Problem sitzt tief: Intel kann die starke Nachfrage schlicht nicht bedienen. Die Umsatzprognose für das laufende erste Quartal liegt bei 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar – deutlich unter den Erwartungen der Wall Street von 13,3 Milliarden Dollar. Der Grund sind interne Kapazitätsengpässe in der Produktion. Das vierte Quartal 2025 hatte Intel noch genutzt, um mit vorhandenen Lagerbeständen die hohe Nachfrage zu decken. Doch dieser Puffer ist nun aufgebraucht.
Besonders dramatisch: Das Geschäft mit Server-Prozessoren brummt regelrecht, angetrieben durch den KI-Infrastruktur-Ausbau. Doch Intel kann nicht liefern. Die begrenzten internen Wafer-Kapazitäten wirken wie eine Handbremse. Erst im zweiten Quartal soll sich die Lage entspannen, wenn Intel Produktionskapazitäten vom Client-Geschäft zum Datacenter-Segment umschichtet und gleichzeitig die Fertigungsausbeute verbessert.
Analysten gespalten – Kursziele weit unter aktuellem Kurs
Die Einschätzungen der Experten gehen auseinander. JPMorgan hebt das Kursziel von 30 auf 35 Dollar an, bleibt aber bei "Underweight". Analyst Harlan Sur findet die Quartalszahlen besser als erwartet, den Ausblick jedoch enttäuschend. Die Rally seit Jahresbeginn – ein Plus von fast 50 Prozent – sei übertrieben gewesen.
Northland zeigt sich optimistischer und schraubt das Kursziel auf 54 Dollar hoch. Die Begründung: Intel sei "ein strategisches US-Asset, das nicht scheitern darf". Allerdings räumt auch Northland ein, dass materielles Foundry-Geschäft erst 2028 zu erwarten ist und die Prozessentwicklung weiterhin enttäuscht.
Bernstein Research belässt die Aktie bei "Market-Perform" mit Ziel 36 Dollar. Das Server-Geschäft sei stark, aber Intel müsse sich nach der jüngsten Kursrally erst beweisen. Das Problem: Die robuste Nachfrage scheint Intel selbst überrascht zu haben – die Produktion kommt nicht hinterher.
Margen unter Druck, externe Foundry-Kunden fehlen
Die Bruttomargen bleiben eine Baustelle. JPMorgan erwartet, dass Intel selbst Ende 2026 kaum die 40-Prozent-Marke erreichen wird. Zwar verbessern sich die Margen schrittweise durch höhere Volumina und bessere Ausbeuten beim 18A-Prozess, doch der Weg ist lang.
Noch problematischer: Das externe Foundry-Geschäft kommt nicht in Schwung. Ankündigungen neuer Großkunden könnten erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen, die Produktion würde dann 2028 starten. Für viele Investoren, die auf schnelle Erfolge in diesem Bereich gehofft hatten, ist das eine herbe Enttäuschung.
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