Intel steht einen Tag vor den kritischen Quartalszahlen im Rampenlicht. Gleich zwei Analystenhäuser erhöhen ihre Einschätzungen, HSBC verdoppelt das Kursziel auf 50 US-Dollar. Zeitgleich holt sich der Chip-Konzern Verstärkung für sein GPU-Geschäft. Die Aktie testet die psychologisch wichtige 50-Dollar-Marke.

HSBC dreht ins neutrale Lager

Am Mittwoch stufte HSBC Global Research die Intel-Aktie von „Moderate Sell" auf „Hold" hoch. Analyst Frank Lee begründet den Schritt mit verbesserten Aussichten im Server-CPU-Segment. Die Bank erwartet für 2026 ein Wachstum der Server-Prozessor-Auslieferungen um 15 bis 20 Prozent – deutlich über der Marktkonsens-Schätzung von 4 bis 6 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?

Der Treiber: die wachsende Nachfrage nach „Agentic AI", also autonomer künstlicher Intelligenz. Diese Anwendungen benötigen leistungsstarke CPUs zusätzlich zu den üblichen KI-Beschleunigern. HSBC sieht Intel hier besser positioniert als bisher angenommen.

Bereits Anfang der Woche hatte Seaport Research die Aktie auf „Buy" angehoben – mit einem Kursziel von 65 US-Dollar, dem höchsten an der Wall Street. Seaports Optimismus speist sich aus Fortschritten bei Intels 18A-Fertigungstechnologie, deren Ausbeute laut Berichten bereits 60 Prozent übersteigt.

Neuer GPU-Chef von Qualcomm

Parallel zur Analystenwelle verkündete Intel eine strategische Personalentscheidung. Eric Demers wechselt von Qualcomm zu Intel und übernimmt als Senior Vice President die Verantwortung für GPUs und AI-PCs. Der Schritt zeigt: Intel will im Grafikkartenmarkt und bei KI-integrierten Computern ernst machen.

Die Aktie reagiert positiv. Nach einem 52-Wochen-Tief von 17,67 US-Dollar im April 2025 notiert das Papier nun nahe eines Zweijahreshochs bei knapp 50 US-Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 26 Prozent zu Buche.

Entscheidung fällt morgen

Am Donnerstag, 22. Januar, nach Börsenschluss folgen die Q4-Zahlen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,08 US-Dollar bei einem Umsatz von 13,38 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von rund 6 Prozent im Jahresvergleich. Der Optionsmarkt preist eine Volatilität von knapp 9 Prozent ein.

Entscheidend wird der Ausblick. Diese Woche soll die 18A-Fertigungstechnologie in die Massenproduktion gestartet sein. Die darauf basierenden „Panther Lake"-Prozessoren gelten als Schlüssel für Intels Aufholjagd gegenüber TSMC. Jede Aussage zu möglichen externen Großkunden – speziell zu den Gerüchten um Apple ab 2027 – könnte zum Kurstreiber werden.

Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 40,68 US-Dollar, die Mehrheit der Experten bleibt vorsichtig. Die beiden jüngsten Upgrades markieren jedoch einen Stimmungswandel – vorausgesetzt, Intel liefert morgen überzeugende Zahlen und einen klaren Fahrplan für die 18A-Technologie.

Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...