Intel Aktie: Benchmark-Streit belastet
Intel hat den Termin für die Zahlen des ersten Quartals 2026 bestätigt. Statt Vorfreude auf die Ergebnisse dominiert aktuell allerdings eine technische Kontroverse die Schlagzeilen. Ein Streit um das neue Optimierungs-Tool iBOT sorgt in der Benchmark-Community für Unmut und verunsichert die Anleger.
Software-Tool in der Kritik
Das sogenannte Binary Optimization Tool (iBOT) soll die Leistung von x86-Anwendungen auf den neuen Core Ultra 200S Plus Chips verbessern. Erste Tests zeigten vielversprechende Leistungssteigerungen von durchschnittlich acht Prozent. Die Plattform Geekbench hat nun jedoch angekündigt, alle mit diesen CPUs erzielten Ergebnisse zu annullieren. Der Vorwurf lautet, dass das Tool Binärcodes spezifisch für die Intel-Architektur modifiziert und die Resultate somit nicht mehr mit Standarddurchläufen vergleichbar sind.
Da die genaue Funktionsweise von iBOT nicht öffentlich dokumentiert ist, reagierte der Markt verschnupft. Die Papiere gaben am Montag zeitweise um knapp fünf Prozent nach. Nach den jüngsten Verlusten notiert der Titel aktuell bei 38,59 Euro und weist mit einem RSI von 22,2 auf eine stark überverkaufte Marktsituation hin.
Analysten bleiben abwartend
Abseits der Software-Debatte richtet sich der Blick auf den 23. April. An diesem Tag wird der Halbleiterkonzern seine Bücher öffnen. Für das erste Quartal peilt das Management einen Umsatz von rund 12,2 Milliarden US-Dollar an, während beim bereinigten Gewinn je Aktie lediglich eine schwarze Null erwartet wird.
Die Analystengemeinde zeigt sich angesichts des laufenden Konzernumbaus gespalten. DA Davidson bewertet die Aktie mit "Neutral" und einem Kursziel von 45 US-Dollar. Die Experten betonen, dass der Konzern einen der schwierigsten Neustarts der Branchengeschichte absolviere. Wells Fargo sieht derweil taktische Chancen im Bereich des Advanced Packaging und rechnet mit potenziellen Auftragsankündigungen in Milliardenhöhe noch vor der zweiten Jahreshälfte. Auch hier lautet das Votum "Equal Weight" mit einem Ziel von 45 US-Dollar.
Konkreter Fahrplan für den Sommer
Neben den anstehenden Quartalszahlen rückt bereits der Sommer in den Fokus. Am 2. Juni 2026 wird CEO Lip-Bu Tan auf der Computex in Taipeh eine Keynote zu den Themen KI, Silizium und Software halten. In der Vergangenheit nutzte Intel diese Bühne regelmäßig für wichtige Produktankündigungen und die Vorstellung neuer Foundry-Partnerschaften. Investoren werden dort besonders auf konkrete Fortschritte bei den Ausbeuteraten der wichtigen 18A-Fertigungstechnologie achten.
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