Der Marktstart der Core Ultra Series 3 Prozessoren für Unternehmenskunden ist offiziell — mit Dell und HP als erste Hardware-Partner und über 125 Systemdesigns für Enterprise, Bildung und Behörden. Trotzdem reagierten Anleger gestern mit Verkäufen.

Produkt mit Substanz, Kurs ohne Rückenwind

Die neuen Chips basieren auf Intels 18A-Fertigungsknoten und bringen laut Unternehmensangaben eine 30 Prozent höhere Multi-Thread-Leistung sowie viermal mehr KI-Rechenleistung gegenüber vier Jahre alter Hardware. Die aktualisierte vPro-Plattform ergänzt das Paket mit KI-gestützter Fehlerbehebung und einer SaaS-Integration für Microsoft Intune — Features, die gezielt auf IT-Abteilungen in größeren Organisationen abzielen.

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Am Markt zählte das allerdings wenig. Die Aktie verlor gestern 4,5 Prozent auf 41,19 US-Dollar. Investoren schienen nach der Kursrally der Vorwoche — ausgelöst durch CPU-Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent im gesamten Chip-Sektor — Gewinne mitzunehmen. Die breite Marktschwäche verstärkte den Abgabedruck zusätzlich.

Foundry bleibt das Sorgenkind

Hinter dem Produktmomentum liegt ein strukturelles Problem: Die Foundry-Sparte, deren Ausbau auf dem 18A-Knoten basiert, schrieb im Quartal bis Dezember 2025 einen operativen Verlust von 2,51 Milliarden US-Dollar. Der Gesamtumsatz lag bei 13,67 Milliarden US-Dollar — gestützt durch ein sequenzielles Plus von 15 Prozent im Bereich Rechenzentren und KI.

Für das laufende erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie von rund null US-Dollar. Die massiven Investitionen in die 18A-Infrastruktur drücken die Ergebnisse vorerst auf null — ein Preis, den CEO Lip-Bu Tan für den angestrebten Turnaround bewusst zahlt. Ob die Foundry-Sparte in absehbarer Zeit in die Gewinnzone dreht, bleibt die eigentliche Messlatte für den Erfolg dieser Strategie.

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