Infineon will sich vom klassischen Halbleiterhersteller zum unverzichtbaren Infrastruktur-Lieferanten für KI-Rechenzentren wandeln. Am 4. Februar legt der DAX-Konzern die Karten auf den Tisch – und die Erwartungen sind hoch. Analysten rechnen mit einem mehr als verdoppelten Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr.

Die wichtigsten Fakten:
- EPS-Erwartung FY26: 1,78 Euro (Vorjahr: 0,77 Euro) – eine Steigerung um 131%
- KI-Umsätze: Verdopplung auf 1,5 Milliarden Euro erwartet
- Kursziel mwb research: Von 35,50 auf 40,00 Euro angehoben
- Dividende: 0,35 Euro je Aktie (Ex-Tag: 20. Februar 2026)

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Rechenzentren als Wachstumstreiber

Die Transformation zeigt sich in den Zahlen: Infineon erwartet im laufenden Geschäftsjahr Umsätze von rund 1,5 Milliarden Euro aus der Stromversorgung für KI-Rechenzentren. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der adressierbare Markt könnte bis 2030 auf 8 bis 12 Milliarden Euro anwachsen.

mwb research hat darauf reagiert und am 20. Januar das Kursziel von 35,50 auf 40,00 Euro angehoben. Das HOLD-Rating bleibt bestehen – die Analysten sehen das KI-Segment als strukturellen Wachstumstreiber, während das Kerngeschäft nur schleppend aus der Schwächephase findet.

Belastungen bremsen die Margen

Trotz der positiven KI-Dynamik kämpft der Münchner Konzern mit erheblichen Gegenwind:

  • Leerkosten von etwa 700 Millionen Euro belasten das laufende Geschäftsjahr
  • Preisdruck von -2 bis -3% im Kerngeschäft
  • Währungseffekte durch schwächeren Dollar: rund 400 Millionen Euro Belastung

Das Automotive-Segment, das über die Hälfte der Umsätze ausmacht, zeigt weiterhin nur moderate Dynamik. Kunden ordern kurzfristig und zurückhaltend. Die Konsensschätzung für das Gesamtjahr liegt bei 15,79 Milliarden Euro Umsatz – ein Plus von 7,7 Prozent.

Institutionelle Investoren positionieren sich

Laut einem aktuellen Bericht positionieren sich führende Fondsmanager verstärkt bei dem DAX-Konzern. Die These: Die rasante Entwicklung der KI-Infrastruktur könnte Infineon vom Commodity-Halbleiterhersteller zum unverzichtbaren Lieferanten für Hochleistungs-Stromversorgung transformieren.

Die Peer-Group-Analyse von mwb research ergibt eine Fair-Value-Spanne zwischen 36,89 und 51,83 Euro. Das DCF-Modell kommt auf einen fairen Wert von 40,02 Euro je Aktie.

Die Zahlen am 4. Februar werden zeigen, ob sich die optimistischen Erwartungen bestätigen. Bis dahin bleibt die Frage, ob das KI-Geschäft stark genug wächst, um die Belastungen im Kerngeschäft zu kompensieren.

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