Intercontinental Exchange (NYSE:ICE) präsentierte am gestrigen Dienstag auf der Bank of America Financial Services Conference 2026 eine beeindruckende Wachstumsstrategie. CFO Warren Gardiner konnte dabei auf konkrete Erfolge verweisen: Das Futures-Volumen ist im Jahresvergleich zu 2023 um über 60 Prozent gestiegen. Besonders das Energiegeschäft erwies sich als Wachstumstreiber, getragen von innovativer Produktentwicklung über verschiedene Energiequellen und Regionen hinweg.

Die Zahlen sprechen für sich. Das Datensegment legte 2024 um etwa 5 Prozent zu, beschleunigte sich in der ersten Jahreshälfte 2025 auf 7 Prozent und erreichte in der zweiten Hälfte zweistelliges Wachstum. Für 2026 peilt ICE im Bereich Daten und Netzwerktechnologie ein hohes einstelliges Wachstum an. Die Integration der Mortgage-Plattformen Ellie Mae und Black Knight brachte bereits Umsatzsynergien von 100 Millionen Dollar – mit einem Ziel von 125 Millionen Dollar bis 2028.

Hypothekengeschäft wird effizienter

Im Mortgage-Bereich verfolgt ICE ein ehrgeiziges Ziel: Die Kosten für die Kreditvergabe sollen um 2.000 Dollar gesenkt werden – von derzeit etwa 11.000 Dollar pro Hypothek. Die kürzlich gestartete verbesserte Benutzeroberfläche für das MSP-Servicing-System markiert dabei erst den Anfang. Neue Escrow-Automatisierungen reduzieren manuelle Arbeitsschritte um bis zu 87 Prozent und verkürzen Bearbeitungszeiten von zehn auf nur zwei Tage. Bei der Freddie-Mac-Investorenberichterstattung fallen bis zu 68 Prozent der manuellen Schritte weg.

Die Technologie erweist sich als Schlüssel zum Erfolg. Das ICE Global Network, ein Konnektivitätsdienst für Marktteilnehmer, verzeichnete in der zweiten Jahreshälfte 2025 einen deutlichen Nachfrageschub. Die gestiegene Nachfrage nach größerer Bandbreite und höheren Datenvolumina treibt das Wachstum. ICE investiert deshalb in den Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten und plant sogar ein neues Gebäude auf einem bestehenden Campus.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ICE?

Neue Märkte im Visier

Mit der erwarteten Genehmigung für das Treasury Clearing noch in diesem Jahr erschließt sich ICE einen weiteren bedeutenden Markt. Gardiner betonte die Wettbewerbsvorteile durch die vorhandene Clearinghouse-Expertise über sechs Standorte weltweit und die etablierte Technologiebasis. Selbst ein moderater Marktanteil im großen Treasury-Markt würde signifikante Umsatzbeiträge bedeuten – bei geringen Zusatzkosten durch die Nutzung bestehender Infrastruktur.

Im Blockchain-Bereich treibt ICE konkrete Initiativen voran. An der New York Stock Exchange entsteht eine tokenisierte Börse für Wertpapierhandel, unterstützt durch eine selbst entwickelte Blockchain. Zudem prüft das Unternehmen den Einsatz von Stablecoins zur Optimierung der Sicherheitenverwaltung über die sechs Clearinghäuser hinweg. Das kürzlich eingeführte ICE Risk Model 2 hat bereits zu spürbarer Kapitaleffizienz bei den Clearinghouse-Teilnehmern geführt.

Parallel erhielt die Tochter ICE Benchmark Administration die Anerkennung durch die europäische Wertpapieraufsicht ESMA als Drittland-Benchmark-Administrator. Damit bleiben der ICE Swap Rate und der LBMA Gold Price für EU-Marktteilnehmer ohne Einschränkungen nutzbar. Die Entscheidung sichert die Marktposition in Europa langfristig ab.

Für 2026 rechnet Gardiner mit einem starken IPO-Markt, gestützt durch einen robusten Backlog. Die Notierungen an der New York Stock Exchange verschaffen ICE dabei wertvolle Verbindungen zu tausenden Unternehmen – ein Netzwerk, das sich auch für Cross-Selling in anderen Geschäftsbereichen nutzen lässt.

ICE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ICE-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:

Die neusten ICE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ICE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ICE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...