IBM hat zum Jahresende geliefert – und zwar mit Tempo. Der Konzern überraschte im vierten Quartal mit deutlich höheren Gewinnen und spürbarem Umsatzwachstum. Dahinter steckt mehr als nur ein guter Schlussakkord: Software und das Mainframe-Geschäft zogen kräftig an, und auch bei generativer KI wird die Pipeline größer.

Software und Mainframes als Treiber

Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz auf 19,7 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr. Noch auffälliger: Der Nettogewinn sprang auf 5,6 Mrd. US-Dollar – nach 2,9 Mrd. im Vorjahresquartal. Operativ (Non-GAAP) verdiente IBM 4,52 US-Dollar je Aktie und lag damit über den Markterwartungen von 4,32 US-Dollar. Es ist bereits das vierte Quartal in Folge mit einer positiven Überraschung.

Den größten Schub lieferte die Software-Sparte. Sie kam auf 9,0 Mrd. US-Dollar Umsatz (+14%). Besonders stark liefen Daten (+22%) und Automation (+18%). Red Hat als Kern der Hybrid-Cloud wuchs um 10%. Damit wird klar, wo IBM aktuell Hebel findet: in wiederkehrenden Software-Erlösen und Plattformthemen, die Unternehmen trotz Kostendisziplin weiter ausbauen.

Auch die Infrastruktur zeigte plötzlich wieder Biss. Der Bereich wuchs um 21% auf 5,1 Mrd. US-Dollar. Herausragend war IBM Z: Das Mainframe-Geschäft legte um 67% zu – getrieben durch die Einführung der nächsten Plattformgeneration und entsprechende Unternehmenskunden-Upgrades.

Die Beratung wuchs dagegen nur moderat: 5,3 Mrd. US-Dollar Umsatz (+3%). Intelligent Operations stieg um 5%, Strategy & Technology um 2%. Das unterstreicht: Der aktuelle Quartalsglanz kommt eher aus Produkt- und Plattformgeschäft als aus einem Beratungssprung.

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Generative KI: Pipeline wird messbar

Ein zentraler Punkt im Bericht: IBM beziffert sein „Generative AI book of business“ inzwischen auf über 12,5 Mrd. US-Dollar (kumuliert seit Start). In dieser Kennzahl stecken Software-Transaktionen, neue SaaS-Vertragswerte und Consulting-Abschlüsse rund um KI-Angebote.

Was daran wichtig ist: Das ist kein einzelner Umsatzposten, aber ein Indikator, dass KI bei IBM nicht nur ein Marketing-Thema bleibt, sondern sich in konkreten Verträgen niederschlägt. Kann daraus 2026 ein dauerhafter Wachstumsschub werden? IBM beantwortet das indirekt mit seinem Ausblick.

Ausblick 2026 und Kapitalrückfluss

Für 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von mehr als 5% (bei konstanten Wechselkursen) in Aussicht. Beim Free Cashflow erwartet IBM etwa 1 Mrd. US-Dollar mehr als im Vorjahr. 2025 lag der Free Cashflow bei 14,7 Mrd. US-Dollar, der Nettogewinn stieg im Gesamtjahr auf 10,6 Mrd. US-Dollar (+77%). Zudem verbesserte sich die Bruttomarge (GAAP) auf 58,2% – ein Plus von 150 Basispunkten.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • Q4-Umsatz: 19,7 Mrd. US-Dollar (+12%)
  • Q4-Nettogewinn (GAAP): 5,6 Mrd. US-Dollar (+93%)
  • Operatives EPS (Non-GAAP): 4,52 US-Dollar (über Erwartung 4,32)
  • GenAI „book of business“ (kumuliert): >12,5 Mrd. US-Dollar
  • Free Cashflow 2025: 14,7 Mrd. US-Dollar (+2,0 Mrd. ggü. 2024)

Aktionärsrendite blieb ebenfalls ein Thema: Im vierten Quartal flossen 1,6 Mrd. US-Dollar über Dividenden zurück, im Gesamtjahr rund 6,3 Mrd. US-Dollar.

An der Börse spiegelt sich die Neubewertung der Lage vor allem in der jüngsten Korrektur: In den letzten 30 Tagen liegt die Aktie trotz der starken Zahlen mit -12,48% im Minus. Der nächste konkrete Termin steht bereits fest: Am 22. April legt IBM die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor – dann wird sichtbar, ob Software-Dynamik, Mainframe-Zyklus und KI-Pipeline das Tempo auch ins neue Jahr tragen.

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