Massive Turbulenzen erschüttern die amerikanischen Geschäfte der britischen Großbank. Lisa McGeough, erst im Januar zur US-Chefin ernannt, wirft bereits wieder das Handtuch - offiziell um "neue Möglichkeiten zu erkunden". Ein Abgang, der Fragen aufwirft.

Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig. Die Bank befindet sich mitten in einer umfassenden Restrukturierung ihrer US-Aktivitäten und hat bereits weite Teile des Privatkundengeschäfts abgestoßen. Die Geschäfte gingen 2021 an Citizens Financial und Cathay General Bancorp. Auch das Firmenkundengeschäft für kleinere Unternehmen wurde im Mai eingestellt.

Als Übergangslösung übernimmt Jason Henderson, ein Banker mit knapp zwei Jahrzehnten Erfahrung bei der Institution. Der bisherige stellvertretende Leiter des US-Geschäfts soll die Lücke schließen, während die Suche nach einem dauerhaften Nachfolger läuft.

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Parallele Finanzmanöver belasten zusätzlich

Zeitgleich kündigt die Bank weitere Veränderungen an: Zwei Serien ihrer japanischen Yen-Anleihen werden im September 2025 vollständig zurückgezahlt. Betroffen sind Bonds der fünften Serie von 2018 sowie der siebten Serie von 2022, die zum Nennwert von 100 Prozent eingelöst werden.

Die Papiere verschwinden anschließend von der irischen Börse Euronext Dublin. Ein technisches Manöver, das jedoch zeigt, wie intensiv das Institut derzeit an seiner Struktur arbeitet.

Die US-Märkte bleiben laut Bankführung "von zentraler Bedeutung" für die Wachstumsstrategie. Doch der erneute Führungswechsel dürfte Investoren nachdenklich stimmen. Stabilität sieht anders aus.

Bewährungsprobe für neuen CEO

Für CEO Georges Elhedery, der erst kürzlich das Ruder übernommen hat, wird die Personalrochade zur ersten echten Bewährungsprobe. Seine umfassenden Führungsveränderungen zu Jahresbeginn sollten eigentlich für frischen Wind sorgen - stattdessen herrscht bereits wieder Aufbruchstimmung in der Chefetage.

Mit einem Vermögen von über 3,2 Billionen Dollar gehört das Londoner Institut zu den größten Banken Europas. Umso bemerkenswerter, dass ausgerechnet das strategisch wichtige US-Geschäft derart instabil wirkt.

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