Hensoldt Aktie: Wichtiges Bundeswehr-Upgrade
Elektronische Störmaßnahmen allein reichen im modernen Luftkampf oft nicht mehr aus. Das hat auch die Bundeswehr erkannt und rüstet ihre Drohnenabwehr nun entscheidend auf. Für den Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt bedeutet dies eine signifikante Erweiterung des Geschäftsmodells: Das Unternehmen liefert künftig nicht mehr nur Aufklärungstechnik, sondern integriert die Fähigkeit zur physischen Bekämpfung von Zielen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Auftraggeber: Das Bundesamt für Ausrüstung (BAAINBw) erweitert die Zusammenarbeit.
- Technologie: Das Abwehrsystem "ASUL" erhält kinetische Fähigkeiten ("Hard-Kill").
- Partnerschaft: Integration einer Waffenstation von Kongsberg in Standard-Container.
Vom Störsender zur Waffe
Die operative Kernnachricht markiert einen strategischen Wandel. Bisher setzte das System ASUL (Arbeitssystem zur Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen) primär auf elektronische Gegenmaßnahmen ("Soft-Kill"), also das Stören von Signalen. Mit dem neuen Auftrag des BAAINBw wird das System kampfwertgesteigert.
Hensoldt übernimmt dabei die Rolle des Systemintegrators. Konkret wird eine Waffenstation des Partners Kongsberg in einen 10-Fuß-Container eingebaut und mit der KI-gestützten Software Elysion Mission Core vernetzt. Damit schließt Hensoldt die Lücke zwischen der reinen Aufklärung durch die eigenen SPEXER-Radare und der physischen Zerstörung der Drohne. Dieser Schritt reagiert direkt auf die veränderte Bedrohungslage, in der rein elektronische Abwehr bei autonom fliegenden Drohnen oft wirkungslos bleibt.
Konsolidierung nach starkem Lauf
An der Börse sorgt die Meldung heute für keine euphorischen Sprünge, sondern stabilisiert das Kursniveau. Die Aktie notiert aktuell bei 87,40 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,34 Prozent entspricht.
Diese Ruhe ist allerdings im Kontext der jüngsten Rallye zu sehen. Auf Monatssicht steht immer noch ein beeindruckendes Plus von 19,64 Prozent zu Buche. Investoren nutzen die aktuelle Phase offenbar zum Durchatmen, nachdem der Titel den Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 115,10 Euro zuletzt deutlich verringern konnte. Dennoch bleibt die charttechnische Situation spannend: Der Kurs pendelt derzeit knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 88,31 Euro – einer Marke, die für die langfristige Trendbestimmung entscheidend ist.
Fazit und Ausblick
Mit dem ASUL-Auftrag festigt Hensoldt seine Position als unverzichtbarer Partner der Bundeswehr im Bereich C-UAS (Counter-Unmanned Aerial Systems) und beweist, dass man technologisch auf neue Bedrohungsszenarien reagieren kann. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun auf die nackten Zahlen: Am 26. Februar 2026 wird das Unternehmen voraussichtlich vorläufige Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren. Dann wird sich zeigen, wie profitabel die volle Auftragsbücher tatsächlich abgearbeitet werden.
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