Hensoldt steht vor einem luxuriösen, aber drängenden Problem. Während die Auftragsbücher dank des geopolitischen Umfelds aus allen Nähten platzen, hinkt das Umsatzwachstum spürbar hinterher. Um diesen Flaschenhals zu weiten, startet das Management nun eine umfassende Ausbau-Offensive.

Die Diskrepanz in den Büchern ist unübersehbar. Im abgelaufenen Jahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen historischen Auftragseingang von 4,71 Milliarden Euro – ein sattes Plus von 62 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte auf 8,83 Milliarden Euro und übersteigt den Jahresumsatz damit um mehr als das Dreifache. Das Umsatzwachstum fiel mit 9,6 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro jedoch deutlich moderater aus. Auch die Prognose für 2026 bleibt mit erwarteten Erlösen von rund 2,75 Milliarden Euro leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Diese operative Herausforderung spiegelt sich in der aktuellen Marktbewertung wider. Zwar liegt der Kurs bei derzeit 77,50 Euro auf Jahressicht noch immer rund 26 Prozent im Plus, vom 52-Wochen-Hoch bei gut 115 Euro hat sich das Papier jedoch deutlich entfernt.

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Übernahmen und Standorterweiterungen

Um die klaffende Lücke zwischen Nachfrage und Produktion zu schließen, greift das Unternehmen tief in die Tasche. Bis 2027 fließt rund eine Milliarde Euro in den Kapazitätsausbau. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die geplante Übernahme des niederländischen Optronik-Spezialisten Nedinsco, die bis Mitte 2026 abgeschlossen sein soll.

Gleichzeitig treibt Hensoldt die Erweiterung des Standorts Aalen voran. Flankiert werden diese infrastrukturellen Maßnahmen von einem deutlichen Personalaufbau: Allein im laufenden Jahr sollen rund 1.600 neue Stellen geschaffen werden, was die Belegschaft um fast ein Fünftel vergrößert.

CEO sendet Vertrauenssignal

Dass die Führungsspitze von diesem Kurs überzeugt ist, unterstreicht CEO Oliver Dörre mit eigenem Geld. Anfang März erwarb er Aktien im Wert von gut 75.000 Euro. Der Aufsichtsrat honoriert den eingeschlagenen Weg ebenfalls und verlängerte Dörres Vertrag vorzeitig bis Ende 2031. Anleger dürfen sich derweil über eine leicht angehobene Dividende von 0,55 Euro je Anteilsschein freuen.

Die strategischen Weichen für die Abarbeitung des Rekordbestands sind gestellt. Ob die Investitionen in Personal und Infrastruktur bereits erste Früchte tragen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Am 26. März legt Hensoldt den geprüften Konzernabschluss vor, bevor die Quartalszahlen am 6. Mai konkrete Hinweise darauf liefern werden, ob sich das Ausbautempo bereits in höheren Auslieferungen niederschlägt.

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