Hensoldt Aktie: Verkaufsdruck steigt
Die Hensoldt-Aktie gerät nach ihrer beeindruckenden Jahresend-Rally unter Druck. Innerhalb weniger Wochen hatte der Titel vom Jahrestief bei 33,84 Euro auf über 115 Euro zugelegt – ein Plus von fast 240 Prozent. Doch nun macht sich Ernüchterung breit. Der Grund: Eine scharfe Analyst-Herabstufung trifft auf politische Unsicherheit aus Washington.
Analysehaus warnt vor überhitzter Bewertung
Das Analysehaus mwb research hat seine Einschätzung auf "SELL" gesenkt und das Kursziel bei 65 Euro belassen. Die Begründung: Die jüngste Kursexplosion basiere weniger auf fundamentalen Unternehmensdaten als auf einer breiten Sektor-Euphorie im Rüstungsbereich. Die Bewertung sei inzwischen deutlich zu hoch.
Diese skeptische Haltung zeigt nun Wirkung. Anleger nehmen zunehmend Gewinne mit. Der Titel notierte zum Xetra-Schluss bei 84,60 Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vortagesschluss von über 87 Euro.
Die wichtigsten Fakten:
- Kurs fällt von 87+ Euro auf 84,60 Euro
- mwb research stuft auf "SELL" herab (Kursziel: 65 Euro)
- Bewertung als "überhitzt" eingestuft
- Gewinnmitnahmen nach starker Rally
US-Politik sorgt für zusätzlichen Gegenwind
Erschwerend kommt Unruhe aus den USA hinzu. Präsident Trump kündigte zwar eine Erhöhung des Militärbudgets auf 1,5 Billionen Dollar an, verknüpfte dies jedoch mit harten Auflagen. US-Rüstungskonzernen droht ein Verbot von Dividenden und Aktienrückkäufen, falls diese nicht vorrangig ihre Produktion ausweiten.
Die Androhung ließ bereits US-Branchengrößen wie Lockheed Martin und Northrop Grumman deutlich nachgeben. Bei europäischen Titeln wächst die Sorge, dass ähnliche Diskussionen oder steigender Margendruck auch hier zur Belastung werden könnten. Hensoldt reagiert auf diese Gemengelage empfindlicher als robustere Wettbewerber wie Rheinmetall.
Volatilität dürfte anhalten
Trotz des aktuellen Rücksetzers steht die Aktie auf Jahressicht noch immer mit einem Plus von 136 Prozent da. Die Kombination aus kritischer Analystenstimme und politischen Störfeuern aus Washington dürfte die Schwankungsbreite jedoch kurzfristig hochhalten. Der RSI-Wert von 68 signalisiert zudem eine weiterhin gehobene, wenn auch nicht mehr überkaufte Marktverfassung.
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