Hensoldt Aktie: Trumps Davos-Rede löst Abverkauf aus
Die Hensoldt-Aktie gerät am Donnerstag deutlich unter Druck. Der Titel des Rüstungselektronik-Spezialisten verliert im frühen Handel rund 4 Prozent auf 83,58 Euro. Auslöser ist eine überraschende Wendung: US-Präsident Donald Trump schloss in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos den Einsatz militärischer Gewalt im Grönland-Konflikt kategorisch aus. Was nach einer Randnotiz klingt, hat weitreichende Folgen für den gesamten europäischen Verteidigungssektor.
Die wichtigsten Fakten:
- Hensoldt-Aktie fällt auf 83,58 Euro (-4% am Donnerstag)
- Bereits am Mittwoch Verlust von 3,01 Prozent
- Gesamter Verteidigungssektor unter Verkaufsdruck
- KGV von 80,7 macht Aktie anfällig für Stimmungswechsel
- Quartalszahlen am 25. Februar als nächster Katalysator
Deeskalation sorgt für Gewinnmitnahmen
Trumps rhetorische Entspannungsgeste führt zu einem raschen Auspreisen geopolitischer Risikoprämien. Investoren, die auf anhaltende Spannungen und steigende Verteidigungsbudgets gesetzt hatten, nehmen nun Gewinne mit. Der Druck beschränkt sich nicht auf Hensoldt: Rheinmetall verliert am Donnerstagvormittag 2,30 Prozent auf 1.809 Euro, auch die Renk Group büßte bereits am Vortag über 3 Prozent ein.
Die hohe Bewertung macht Hensoldt besonders verwundbar. Bei einem geschätzten KGV von 80,7 für 2025 reagiert die Aktie sensibel auf Stimmungswechsel. Die jüngste Saxo-Bank-Analyse deutet zudem auf eine Sektor-Rotation hin: Investoren verschieben ihren Fokus von reinen Budgetankündigungen hin zur konkreten Auftragsabwicklung.
CSG-Börsengang bindet Kapital
Ein weiterer Belastungsfaktor: Die Czechoslovak Group plant für Freitag ihren Börsengang in Amsterdam mit einem Emissionsvolumen von rund 750 Millionen Euro. Marktteilnehmer schichten im Vorfeld möglicherweise Kapital um, was die Liquidität bei etablierten Werten wie Hensoldt kurzfristig belastet.
Trotz der jüngsten Verluste steht die Aktie seit Jahresbeginn noch mit rund 18,60 Prozent im Plus. Die Performance der letzten fünf Tage drehte jedoch mit knapp 4 Prozent ins Negative.
Quartalszahlen als Lackmustest
Am 25. Februar veröffentlicht Hensoldt die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 sowie das vorläufige Jahresergebnis. Analysten wie JP Morgan bleiben mit einem „Neutral"-Votum abwartend. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen an den Auftragseingang belegen kann. Technisch hat der Rutsch unter 87 Euro ein Warnsignal gesetzt – hält die Zone um 83 Euro nicht, könnten weitere Unterstützungen getestet werden.
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