Der Rüstungskonzern Hensoldt schreibt gerade Geschichte – mit einem Auftragsbestand von über sieben Milliarden Euro erreicht das Unternehmen neue Dimensionen. Doch während die Auftragsbücher überquellen, kämpft der Konzern mit einem unerwarteten Problem: Die eigene Expansion bremst paradoxerweise die Gewinnmargen. Kann Hensoldt das Wachstum in Profitabilität verwandeln?

Optronik boomt – Sensoren straucheln

Die Halbjahreszahlen offenbaren eine gespaltene Realität bei dem Münchner Verteidigungsspezialisten. Während das Optronik-Geschäft regelrecht explodiert und die deutschen Standorte um satte 28 Prozent zulegen, kämpft das traditionell starke Sensor-Segment mit Anlaufschwierigkeiten.

Der Grund: Ein neues Logistikzentrum sorgt für temporäre Produktivitätsverluste. Diese scheinbare Nebensächlichkeit hat weitreichende Folgen für die Profitabilität des Gesamtkonzerns.

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Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
- Umsatzwachstum: +11,2% auf 944 Millionen Euro
- Auftragsbestand: Rekord von 7,07 Milliarden Euro
- EBITDA-Marge: Rückgang von 12,2% auf 11,3%
- Book-to-Bill-Verhältnis: Starke 1,5x

Refinanzierung als Vertrauensbeweis

Ein 300-Millionen-Euro-Schuldscheindarlehen war deutlich überzeichnet – ein klares Zeichen für das Investorenvertrauen in die Hensoldt-Story. Das Unternehmen hat damit sein umfassendes Refinanzierungsprogramm erfolgreich abgeschlossen und die Kapitalstruktur gestärkt.

CEO Oliver Dörre sieht die geopolitische Lage als Wachstumstreiber: "Die aktuelle Sicherheitslage macht jeden Tag deutlich, wie wichtig es für Deutschland und Europa ist, mehr in die eigene Sicherheit zu investieren."

Prognose bestätigt – aber reicht das?

Hensoldt hält an seiner Jahresprognose fest: 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 18 Prozent. Das bedeutet eine deutliche Margenerholung in der zweiten Jahreshälfte.

Die Jahresperformance der Aktie zeigt die Ambivalenz der Anleger: Trotz des beeindruckenden Plus von über 160 Prozent seit Jahresbeginn notiert sie aktuell rund 18 Prozent unter dem Juni-Hoch.

Bleibt die Frage: Kann Hensoldt die temporären Logistik-Hürden schnell genug überwinden, um von den europäischen Aufrüstungsplänen maximal zu profitieren?

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