Healwell AI Aktie: Behörde prüft mit
Die kanadische Wertpapieraufsicht OSC hat bei Healwell AI genauer hingeschaut. Ende Dezember musste das Unternehmen auf Anforderung der Behörde seine zuvor gemachten Aussagen zu Umsatz und Profitabilität detailliert belegen. Der Grund: Die Ontario Securities Commission wollte wissen, worauf die vollmundigen Ankündigungen vom November tatsächlich basieren.
Was die Zahlen zeigen
Healwell AI hatte im November mitgeteilt, nach strategischen Verkäufen sei man nun ein reines SaaS- und KI-Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von rund 120 Millionen Dollar – und profitabel auf Basis des bereinigten EBITDA. Die OSC verlangte Belege.
Die Klarstellung vom 31. Dezember liefert sie: Die 120 Millionen Dollar hochgerechneter Jahresumsatz stammen aus dem dritten Quartal 2025, in dem Healwell AI 30,4 Millionen Dollar erlöste – ein Plus von 354 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal mit 6,7 Millionen Dollar.
Das bereinigte EBITDA lag im Q3 bei positiven 0,7 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 2,8 Millionen Dollar zu Buche stand. Unter dem Strich steht allerdings weiterhin ein Nettoverlust: 16 Millionen Dollar im dritten Quartal 2025, verglichen mit 8,7 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Übernahme von Orion Health im April 2025 hatte das Wachstum deutlich beschleunigt.
KI-Plattform mit Auszeichnung
Auch die Behauptung, man verfüge über "branchenführende" KI-Lösungen, musste Healwell AI untermauern. Das Unternehmen verwies auf mehrere Auszeichnungen seiner Tochter Pentavere Research Group, darunter den Prix Galien USA 2024 für das beste Digital-Health-Startup. Die DARWEN-Plattform nutzt große Sprachmodelle, um aus unstrukturierten Patientendaten verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen – etwa zur Krebsstadien-Klassifikation oder Identifikation seltener Erkrankungen.
Mehrere Fachpublikationen in Journals wie JAMA Otolaryngology oder Journal of Clinical Oncology belegen die wissenschaftliche Akzeptanz der Technologie.
Risiken bleiben bestehen
In der Klarstellung listete Healwell AI ausführlich die Annahmen auf, die den Prognosen zugrunde liegen: funktionierende Kundenbeziehungen, erfolgreiche Vertragsverlängerungen, Akzeptanz der Software in neuen Märkten, ausreichend Kapital und ein stabiles Wettbewerbsumfeld. Zudem könnten sich Nachfrageschwankungen, Integrationsprobleme nach Übernahmen oder steigende Betriebskosten negativ auswirken.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 0,85 kanadischen Dollar und liegt damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,20 Dollar vom Dezember 2024. Die Quartalszahlen für Q4 2025 dürften zeigen, ob sich die positive EBITDA-Entwicklung nach der strategischen Neuausrichtung fortsetzt.
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