Graphite One steht nach einem ereignisreichen 2025 vor der entscheidenden Phase: aus Plänen sollen konkrete Schritte in Richtung Bau werden. Im Fokus stehen dabei das Graphite-Creek-Projekt in Alaska und die geplante Verarbeitungsanlage in Ohio. Entscheidend ist jetzt, wie schnell Genehmigungen und verbindliche Finanzierungszusagen zusammenkommen.

Der Sektor liefert dabei Rückenwind und Gegenwind zugleich. In der Handelswoche bis Freitag verlor die TSX Venture Exchange 3,3% – ein Signal für die anhaltende Vorsicht bei riskanteren Titeln. Gleichzeitig bleibt das Interesse an nordamerikanischen Lieferketten für kritische Rohstoffe strukturell gestützt, auch durch staatliche Anreize.

Drei bestätigte Meilensteine aus 2025

Das aktuelle Bewertungs- und Risikoprofil unterscheidet sich laut den dokumentierten Fortschritten deutlich von Anfang 2025. Drei Punkte stechen heraus:

  • Machbarkeitsstudie eingereicht (April 2025): Am 23. April 2025 reichte das Unternehmen eine „Bankable Feasibility Study“ ein. Sie weist einen Nachsteuer-NPV von 5,03 Mrd. US-Dollar (bei 8% Diskontsatz) und eine IRR von 27% aus. Zudem sieht der Plan eine Produktion von 175.000 Tonnen pro Jahr Graphitkonzentrat vor – etwa das Dreifache der Kapazitätsannahmen aus der Pre-Feasibility-Studie 2022.
  • Genehmigungsprozess beschleunigt (Juni 2025): Das Projekt wurde im Juni 2025 in das FAST-41 Permitting Dashboard aufgenommen. Ziel dieser Einstufung ist mehr Transparenz und ein strafferer Zeitplan bei komplexen Infrastrukturvorhaben.
  • EXIM-Unterstützung ausgeweitet (Dezember 2025): Am 18. Dezember 2025 passte die Export-Import Bank der USA (EXIM) ihre potenzielle Fremdfinanzierungsunterstützung an. Das unverbindliche Interessensschreiben für die Alaska-Mine stieg auf 670 Mio. US-Dollar (zuvor 570 Mio.), für die Anlage in Ohio auf 1,4 Mrd. US-Dollar. Insgesamt stehen damit 2,07 Mrd. US-Dollar als indikative Unterstützung im Raum.

Was 2026 konkret zählt

Mit eingereichter Studie und Finanzierungsindikationen verschiebt sich der Fokus jetzt auf Behördenprozesse und belastbare Verträge. Die zentrale Frage: Wie schnell werden aus unverbindlichen Signalen verbindliche Zusagen?

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  1. EXIM: Von „Letter of Interest“ zu Kreditcommitments
    Die insgesamt 2,07 Mrd. US-Dollar sind als nicht bindende Letters of Interest ausgewiesen. Um daraus verbindliche Kreditvereinbarungen zu machen, braucht es formale Anträge und eine Due-Diligence-Prüfung. Der Fortschritt in diesem Prozess gilt als Schlüsselpunkte für 2026.

  2. Genehmigungen: Zeitplan unter FAST-41-Beobachtung
    Nach Einreichung des Clean-Water-Act-Antrags (Section 404) im Juli 2025 warten Beobachter auf Updates zum Prüf- und Entscheidungszeitplan. Dieser wird über das FAST-41-Dashboard öffentlich nachverfolgt.

  3. Finanzierungsstruktur: Lücke neben EXIM-Anteil
    Neben dem EXIM-Fremdkapitalanteil, der laut Darstellung etwa 70% der Investitionskosten abdecken soll, bleibt Klarheit zur Finanzierung der restlichen 30% nötig – als Eigenkapital oder zusätzliche kommerzielle Verschuldung. Ohne diese Bausteine rückt eine endgültige Bauentscheidung nicht näher.

Zum Start in 2026 bleibt damit vor allem ein Dreiklang entscheidend: Tempo bei Genehmigungen, Fortschritt bei der EXIM-Umwandlung in bindende Kredite und eine nachvollziehbare Lösung für den restlichen Finanzierungsanteil.

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