Gossamer Bio steht mit dem Rücken zur Wand. Nach dem Scheitern der wichtigen Phase-3-Studie PROSERA kämpft das Biotech-Unternehmen nun an mehreren Fronten gleichzeitig: Ein massiver Stellenabbau, rechtliche Untersuchungen und eine Herabstufung durch Analysten belasten die Situation.

Analysten-Downgrade und rechtliche Risiken

Am Montag senkte Cantor Fitzgerald den Daumen für Gossamer Bio und stufte das Papier von „Overweight“ auf „Neutral“ herab. Die Experten begründeten diesen Schritt mit der unklaren regulatorischen Zukunft des Hoffnungsträgers Seralutinib. Die Skepsis der Analysten ist jedoch nicht das einzige Problem des Unternehmens.

Mehrere Anwaltskanzleien, darunter Pomerantz LLP und Levi & Korsinsky, haben Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen das Wertpapierrecht eingeleitet. Im Kern geht es um die Frage, ob das Unternehmen und seine Führungskräfte im Vorfeld der enttäuschenden Studienergebnisse vom Februar unrechtmäßige Geschäftspraktiken angewandt oder Anleger getäuscht haben. Solche Verfahren könnten für das Unternehmen teure rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Radikaler Stellenabbau zur Cash-Sicherung

Ebenfalls zu Wochenbeginn wurde bekannt, dass das Management eine drastische Restrukturierung eingeleitet hat. Gossamer Bio streicht rund 48 Prozent seiner Belegschaft, was den Wegfall von 77 Arbeitsplätzen bedeutet. Betroffen sind vor allem die klinische Entwicklung und die kommerziellen Teams in den USA.

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Diese Maßnahme dient primär dazu, die verbliebenen Barmittel zu sichern. Während das Unternehmen Personal abbaut, laufen parallel Gespräche mit der US-Gesundheitsbehörde FDA. Dabei wird sondiert, ob und in welcher Form es für den Wirkstoff Seralutinib zur Behandlung von pulmonaler arterieller Hypertonie noch eine Zukunft gibt.

Widersprüchliche Signale am Markt

Der Aktienkurs spiegelt die prekäre Lage wider und notierte zuletzt bei etwa 0,37 US-Dollar. Damit kommt das Unternehmen nur noch auf eine Marktkapitalisierung von rund 99 Millionen US-Dollar. Auffällig ist jedoch, dass die breite Analystengemeinde laut Konsens-Rating weiterhin eine Kaufempfehlung ausspricht. Dieser Optimismus steht in scharfem Kontrast zu den aktuellen operativen und rechtlichen Hürden.

Die drastischen Kürzungen verschaffen Gossamer Bio zwar finanziellen Spielraum, lösen aber nicht das fundamentale Problem der fehlenden klinischen Erfolge. Solange kein klarer Fahrplan der FDA vorliegt und die rechtlichen Vorwürfe im Raum stehen, bleibt die Lage des Unternehmens hochgradig unsicher.

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