Nach einem wochenlangen Ausverkauf kehren die Käufer an den Edelmetallmarkt zurück. Eine taktische Verschiebung in der US-Außenpolitik hat den unmittelbaren Druck vom Markt genommen und den Weg für eine spürbare Gegenbewegung frei gemacht. Während der Fokus der Anleger zuletzt auf dem starken US-Dollar lag, rückt nun wieder die Rolle des Edelmetalls als Absicherung in den Vordergrund.

Auslöser für die heutige Erholung ist eine verlängerte Frist für mögliche US-Schläge gegen die iranische Energieinfrastruktur. US-Präsident Trump verschob das Ultimatum auf den 6. April 2026. Diese Entscheidung reduzierte die Risikoprämie, die Investoren zuvor in die Liquidität des US-Dollars getrieben hatte. Ein in der Folge schwächerer Dollar machte das in US-Währung gehandelte Edelmetall für internationale Käufer wieder attraktiver.

Überverkaufter Markt lockt Käufer an

Die Entspannung auf politischer Ebene traf auf ein Marktumfeld, das reif für eine Gegenbewegung war. Seit dem Ausbruch des Konflikts Ende Februar hatte das Edelmetall rund 16 Prozent an Wert verloren und war Anfang dieser Woche in Richtung der Marke von 4.100 US-Dollar gerutscht. Technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisierten mit einem Wert von 28 ein stark überverkauftes Niveau.

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Das rief institutionelle Investoren auf den Plan. Sobald der Preis unter 4.200 US-Dollar fiel, verzeichneten goldgedeckte ETFs signifikante Mittelzuflüsse. Schnäppchenjäger nutzten den Preisrückgang gezielt zum Einstieg.

Edelmetalle im Aufwind

Die positive Stimmung erfasste am Freitag den gesamten Sektor. Auch Minenbetreiber profitierten, wobei die Papiere von Newmont Mining um bis zu 4,5 Prozent zulegten. Ein Blick auf die Schlusskurse der wichtigsten Edelmetalle zeigt eine breite Erholung:

  • Gold (Spot): +2,58 % auf 4.492,96 US-Dollar
  • Silber: +2,51 % auf 69,77 US-Dollar
  • Palladium: +4,00 % auf 1.417,03 US-Dollar
  • Platin: +1,43 % auf 1.864,20 US-Dollar

Bemerkenswert ist die Preisstärke angesichts der veränderten Zinserwartungen. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnet der Markt für das Jahr 2026 mittlerweile mit keinen Zinssenkungen mehr. Wegen hartnäckiger Inflationssorgen wird stattdessen sogar eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent für eine Zinserhöhung eingepreist. Normalerweise belastet ein solches Zinsumfeld zinslose Anlagen, allerdings überwiegt aktuell die Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts eines schwächelnden Aktienmarktes. Der S&P 500 hat seit Ende Februar rund 6,7 Prozent abgegeben.

Kurzfristig steht der Kurs nun vor einem starken Widerstand im Bereich von 4.500 US-Dollar. Die weitere Richtung in den kommenden Tagen wird maßgeblich vom Näherrücken der geopolitischen Frist am 6. April bestimmt werden. Analysten von Wells Fargo blicken derweil weiter in die Zukunft und halten an ihrem langfristigen Zielkorridor von 6.100 bis 6.300 US-Dollar bis Ende 2026 fest.

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