Gold: Zwischen Fed-Bremse und Nahost-Erholung
Der Goldpreis erlebte gestern einen der turbulentesten Handelstage des laufenden Jahres. Zeitweise brach der Spot-Preis um rund acht Prozent ein und fiel unter die Marke von 4.100 US-Dollar — bevor ein Social-Media-Post von Donald Trump, der ein baldiges Ende des Iran-Kriegs andeutete, eine rasche Gegenbewegung auslöste. Am Ende schloss Gold bei 4.406 Dollar, ein Minus von zwei Prozent.
Das Dreieck aus Geopolitik, Dollar und Fed
Heute stabilisiert sich das Bild. Die Feinunze notiert gegen Mittag bei rund 4.424 Dollar — ein leichtes Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortagsschluss.
Hinter der Schwäche steckt mehr als nur Nahost-Nervosität. Die Fed hat ihre Zinssenkungsprognosen für 2026 von zwei auf eine Senkung reduziert. Grund: Die Erzeugerpreise lagen im Februar mit plus 0,7 Prozent deutlich über den Erwartungen, der Ölpreisanstieg durch die Straße von Hormuz hält den Inflationsdruck hoch. Fed-Chef Powell nannte den Energiepreisanstieg explizit als Rechtfertigung für eine restriktive Haltung. Der Markt zieht die Konsequenzen: Der CME FedWatch zeigt, dass Futures-Händler mittlerweile null Zinssenkungen für 2026 einpreisen — zu Jahresbeginn waren es noch bis zu drei.
Ein starker Dollar verstärkt den Druck. Der Dollar-Index kletterte in Richtung 99,9, die zehnjährige US-Staatsanleihe sprang auf 4,2 Prozent. Für Gold als nicht-renditetragendes Asset ist das ein ungünstiges Umfeld. Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch betonte, das Metall kämpfe derzeit mit seiner Rolle als sicherer Hafen. Für DACH-Anleger kommt erschwerend hinzu, dass der Euro-Goldpreis durch die Dollar-Stärke stärker gefallen ist als der Spot-Preis in Dollar.
Technisches Bild bleibt angespannt
Charttechnisch hat Gold in der vergangenen Woche rund 10,6 Prozent verloren. Der Bruch unter den seit August etablierten Aufwärtstrend und ein sich formendes Death Cross zwischen dem 20- und 50-Tage-Gleitenden Durchschnitt trüben das kurzfristige Bild. Der RSI ist unter 30 gefallen — ein überverkauftes Signal, das zumindest eine technische Gegenbewegung wahrscheinlicher macht. Unterstützung bietet der 200-Tage-Durchschnitt bei rund 4.230 Dollar, der primäre Widerstand liegt zwischen 4.429 und 4.448 Dollar.
Heute stehen die PMI-Daten für den US-Fertigungs- und Dienstleistungssektor an, am 26. März folgen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Beide Datenpunkte könnten kurzfristig Bewegung bringen — in welche Richtung, hängt maßgeblich davon ab, ob die Zahlen die Inflationssorgen der Fed bestätigen oder abschwächen.
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