Gold: Zwei Kräfte, ein Abwärtstrend
Der Goldpreis stabilisiert sich zum Wochenschluss bei rund 4.671 US-Dollar je Feinunze — nach einem der turbulentesten Handelstage des Jahres. Am Donnerstag brach der Kurs zeitweise um bis zu sechs Prozent ein. Zwei Kräfte ziehen gleichzeitig nach unten: der Iran-Krieg und eine zunehmend restriktive Fed.
Warum der Krieg Gold nicht stützt
Intuitiv sollte ein eskalierender Nahostkonflikt den Goldpreis treiben. Das Gegenteil ist der Fall. Der Iran-Krieg hat den Ölpreis seit Jahresbeginn um rund 30 Prozent nach oben getrieben — auf wieder etwa 100 US-Dollar je Barrel. Das befeuert Inflationssorgen und zwingt die Fed, länger an hohen Zinsen festzuhalten. Barclays verschob seine Prognose für die erste Zinssenkung 2026 auf September und rechnet nun nur noch mit einer einzigen Senkung um 25 Basispunkte im Gesamtjahr. Märkte preisen für 2026 derzeit keine Zinssenkung mehr ein.
Höhere Zinsen machen US-Staatsanleihen und Geldmarktinstrumente strukturell attraktiver als Gold, das keine laufenden Erträge abwirft. Der Dollar-Index DXY kletterte erstmals seit Ende 2025 wieder über die 100er-Marke — ein zusätzlicher Gegenwind für den in Dollar notierten Goldpreis.
ETF-Abflüsse und ein polnischer Plan
Parallel zum Preisrückgang zogen Investoren Kapital aus Edelmetallfonds ab. Beim weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Shares, sank der Bestand bis zum 18. März auf 1.067 Tonnen — ein Wochenrückgang von rund 10 Tonnen, der Nettoabflüsse von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar entspricht.
Zusätzlich verunsicherte ein Vorstoß aus Polen: Der Präsident der polnischen Zentralbank stellte einen Plan vor, durch den Verkauf von Goldreserven bis zu 13 Milliarden US-Dollar für steigende Verteidigungsausgaben zu generieren. Da Zentralbankkäufe in den vergangenen Jahren ein zentraler Treiber der Goldrally waren, wirft allein die Diskussion über mögliche Verkäufe Fragen über die Stabilität dieser Nachfragebasis auf.
Technisches Bild und Ausblick
Charttechnisch hat Gold seinen langfristigen Aufwärtskanal verlassen. Vom Hoch bei 5.235 US-Dollar ausgehend zeigt sich eine klare Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs. Das frühere Unterstützungsniveau bei 5.060 US-Dollar fungiert nun als Widerstand. Kurzfristig liegt die nächste Unterstützung bei 4.600 US-Dollar, Widerstand bei 4.700 US-Dollar.
Sollte die Fed in ihrer nächsten Kommunikation die projizierten Zinssenkungen für 2026 weiter reduzieren, dürfte XAU/USD unter 5.000 US-Dollar auf Schlusskursbasis fallen — mit dem nächsten Ziel bei 4.750 US-Dollar. Strukturelle Käufer wie Zentralbanken aus China und anderen Schwellenländern, die in Q1 2026 netto 250 Tonnen erwarben, sowie JPMorgans mittelfristiges Kursziel von 6.300 US-Dollar für 2026 bleiben die wesentlichen Gegenargumente zu diesem Abwärtsdruck.
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