Gold: Scheitern Wandelversuche?
Die Rekordjagd am Goldmarkt hat ein jähes und brutales Ende gefunden. Anstatt neuer Höchststände erleben Anleger aktuell einen massiven Ausverkauf, der innerhalb kürzester Zeit Billionenwerte vernichtete. Auslöser für die Panik sind eine entscheidende Personalie in den USA und ein harter Eingriff der Terminbörsen, der Spekulanten auf dem falschen Fuß erwischt.
- Dramatischer Einbruch: Stärkster Tagesverlust seit den 1980er Jahren.
- Auslöser: Nominierung eines „Falken“ als Fed-Chef stärkt den Dollar.
- Zwangsverkäufe: Höhere Margin-Anforderungen lösen Liquidationswelle aus.
Die Dimension des Absturzes sucht ihresgleichen. Am Freitag brach der Goldpreis um 9,13 Prozent ein und schloss bei 4.907,50 US-Dollar. Damit rutschte das Edelmetall deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar. Zusammen mit dem Silbermarkt wurden innerhalb von 48 Stunden schätzungsweise fünf Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung ausgelöscht – wobei rund 3,5 Billionen auf Gold entfielen. Noch am 28. Januar hatte der Kurs ein Allzeithoch bei 5.450 US-Dollar markiert.
Die Fed-Personalie schreckt Märkte auf
Haupttreiber für den abrupten Stimmungsumschwung ist die Nominierung von Kevin Warsh als neuer US-Notenbankchef durch den designierten Präsidenten Donald Trump. Warsh gilt als geldpolitischer „Falke“, der für eine straffere Geldpolitik steht. Seine Berufung signalisiert den Märkten, dass die Zinsen möglicherweise länger hoch bleiben oder weniger aggressiv gesenkt werden als erhofft.
Diese Aussicht löste einen sofortigen Anstieg des US-Dollars aus. Da Gold in Dollar gehandelt wird, verteuerte die aufwertende US-Währung das Edelmetall für internationale Käufer schlagartig und drückte massiv auf die Notierungen.
Margin Calls beschleunigen den Fall
Verschärft wurde die Abwärtsdynamik durch regulatorische Eingriffe der Terminbörsen. Die CME Group reagierte auf die extreme Volatilität und kündigte an, die Margin-Anforderungen (Sicherheitsleistungen) für Gold-Futures ab Montag von sechs auf acht Prozent zu erhöhen.
Dieser Schritt zwingt hoch gehebelte Spekulanten zum Handeln: Entweder müssen sie kurzfristig Kapital nachschießen oder ihre Positionen auflösen. Dies führte bereits am Wochenende in Sondersitzungen an asiatischen Märkten zu einer Kette von Zwangsverkäufen („Margin Calls“), die den Kursrutsch weiter beschleunigten und Futures zeitweise in Limit-Down-Sperren trieben.
Überfällige Korrektur?
Marktbeobachter werten den Einbruch auch als Korrektur einer vorherigen Übertreibung. Gold hatte allein im Januar zeitweise über 20 Prozent zugelegt. Die Kombination aus technisch überkauften Indikatoren und den neuen fundamentalen Gegenwinden führte zu einer Situation, in der Gewinnmitnahmen auf eine fragile Marktstruktur trafen.
Die kommenden Handelstage dürften volatil bleiben, da die Marktbereinigung durch die neuen Margin-Regeln noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Entscheidend für die kurzfristige Entwicklung wird sein, ob die Unterstützungszone zwischen 4.800 und 4.900 US-Dollar hält. Bricht auch diese Marke, droht eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei rund 4.548 US-Dollar.
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