Nach dem schwächsten Monat seit über 17 Jahren atmen Edelmetall-Anleger plötzlich auf. Beruhigende Signale der US-Notenbank und geopolitische Entspannungstendenzen beenden eine wochenlange Talfahrt. Während der starke US-Dollar zuletzt massiv belastete, rücken nun wieder langfristige Preistreiber in den Fokus der Märkte.

Verantwortlich für die plötzliche Gegenbewegung sind Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell. Er betonte, dass die langfristigen Inflationserwartungen fest verankert seien. Trotz aktueller Schocks am Ölmarkt sieht die US-Notenbank demnach keine Notwendigkeit für unmittelbare Zinserhöhungen. Das dämpft die Sorgen vor einer noch restriktiveren Geldpolitik. Entsprechend reagiert der Markt: Der Goldpreis klettert heute um 3,39 Prozent auf 4.694,30 US-Dollar. Dieser Sprung lindert den Schmerz der vergangenen Wochen etwas, denn auf Sicht von 30 Tagen steht immer noch ein Minus von gut 12 Prozent zu Buche.

Geopolitik und Notenbanken stützen

Zusätzlichen Rückenwind liefert die Weltpolitik. Berichte über eine mögliche Deeskalation im Iran-Konflikt sowie Äußerungen von US-Präsident Trump zu einem Ende des Militäreinsatzes stabilisieren die Rohstoffmärkte.

Abseits der Tagespolitik sorgt ein fundamentaler Faktor für eine solide Basis. Institutionelle Käufer greifen weiterhin kräftig zu. Aktuelle Daten zeigen, dass Zentralbanken durchschnittlich etwa 60 Tonnen Gold pro Monat erwerben, um ihre Währungsreserven gezielt zu diversifizieren.

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Analysten bleiben langfristig bullisch

Diese stetige Nachfrage lässt Marktbeobachter trotz des jüngsten Preisrückgangs optimistisch in die Zukunft blicken. Sie setzen auf die erwartete Zinswende im Jahr 2026. Mehrere Großbanken rufen entsprechend ambitionierte Kursziele aus:

  • Goldman Sachs: 5.400 US-Dollar (bis Ende 2026)
  • Commerzbank: 5.000 US-Dollar
  • Wells Fargo: 6.300 US-Dollar

Ein Selbstläufer wird der Weg dorthin allerdings nicht. Experten warnen vor erneuten Schocks bei der Energieversorgung, die den Preis kurzfristig bis auf 3.800 US-Dollar drücken könnten. Auf der Oberseite muss das Edelmetall zudem das bisherige 52-Wochen-Hoch bei 5.450 US-Dollar überwinden, um den langfristigen Aufwärtstrend technisch zu bestätigen.

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