Nach dem historisch schwachen März zeigt das Edelmetall deutliche Lebenszeichen. Signale einer geopolitischen Deeskalation im Nahen Osten und fallende Renditen am Anleihemarkt ziehen Investoren wieder an. Besonders eine Trendwende bei institutionellen Anlegern liefert ein starkes Fundament für die aktuelle Aufwärtsbewegung.

Geopolitik drückt den Dollar

Aussichten auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts, die US-Präsident Trump kürzlich befeuerte, veränderten die Marktdynamik am Mittwoch spürbar. Die schwindende Eskalationsgefahr drückte die Ölpreise und dämpfte damit die jüngsten Inflationssorgen. Dies wiederum nimmt den Druck von der US-Notenbank Federal Reserve, die Zinsen weiter anzuheben.

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Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel prompt unter die Marke von 4,3 Prozent, nachdem sie in der Vorwoche noch bei fast 4,5 Prozent notiert hatte. Da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft, sinken durch diesen Renditerückgang die Opportunitätskosten für Käufer. Das spiegelt sich im aktuellen Kurs von 4.807,20 US-Dollar wider, was einem soliden Tagesplus von 2,29 Prozent entspricht.

Bereinigung öffnet den Weg nach oben

Im vergangenen Monat erlebten Anleger mit einem Abschlag von rund 14 Prozent den stärksten monatlichen Rückgang seit Oktober 2008. Marktbeobachter werten diese heftige Korrektur mittlerweile als abgeschlossene Marktbereinigung, bei der spekulative Hebelpositionen im großen Stil liquidiert wurden.

Diese nun gesündere Marktstruktur zieht frisches Kapital an. Erstmals nach einer langen Abflussphase verzeichnen große Gold-ETFs wieder Zuwächse. Parallel dazu sorgt die strukturelle Nachfrage der Zentralbanken, allen voran der chinesischen PBoC, für anhaltende Stabilität. Die Währungshüter in Peking setzen ihre Strategie fort, die Devisenreserven abseits von US-Staatsanleihen zu diversifizieren.

Trotz starker privater Arbeitsmarktdaten des Dienstleisters ADP hielt der Aufwärtstrend zur Wochenmitte an. Die nächste Bewährungsprobe für das Edelmetall folgt am Karfreitag mit den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten. Fallen diese schwächer aus als erwartet, dürfte sich die Erholungstendenz aufgrund weiter sinkender Zinserwartungen nachhaltig festigen.

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